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14.12.2007 - (Ra/sid/dpa) - Vor gut zwei Wochen wurde der Rückzug aus dem Radsport-Sponsoring bekannt gegeben. Nun hat die Deutsche Telekom eine Mitschuld an der Dopingproblematik eingeräumt. "Der Radsportboom in Deutschland wurde durch das Telekom-Engagement ausgelöst, aber auch in seine größte Krise gestürzt", sagte Kommunikationschef Christian Frommert dem Fachmagazin RoadBike in Stuttgart.
Der Erfolg habe nachlässig und in Teilen fahrlässig gemacht. Die schlechten Seiten seien im wahrsten Wortsinn ausgeblendet worden, so Frommert im Rückblick auf das 17 Jahre währende Radsport-Engagement des Bonner Konzerns. Dem Sponsor sei es trotz aller Bemühungen letztlich nicht gelungen, etwas zu verändern. „Wir haben mehrmals versucht, konstruktiv und engagiert voranzugehen, aber die Vergangenheit hat uns immer wieder ein- und auch zurückgeholt.“ Es sei deshalb konsequent gewesen, den Schlussstrich zu ziehen. Auch der Zeitpunkt sei richtig gewählt, damit Teamchef Bob Stapleton Plaungssicherheit habe, um seine Arbeit fortzusetzen.
Frommert kritisierte, dass nationale und internationale Verbände, Teamleitungen und Veranstalter im Anti-Dopingkampf keine einheitliche Linie verfolgten. Frommert: „Die WM war sinnbildlich für den Zustand dieser Sportart. Wir haben mehrmals dazu aufgefordert, einen konsequenten Weg im Anti-Doping-Kampf zu gehen.“ Leider sei es bisher noch zu keiner Allianz der im Radsport maßgebenden Instanzen gekommen.
Auch nach dem Ausstieg aus dem Radsport werde sich die Telekom „weiter im Kampf gegen Doping engagieren, allerdings nicht nur auf den Radsport bezogen. Wir denken dabei stark in Richtung Nachwuchsarbeit und Prävention. Das Ziel muss sein, Doping erst gar nicht aufkommen zu lassen. Wir sind dazu in Gesprächen mit Spitzenverbänden und der Politik», erklärte Frommert.
Das vollständige Interview können Sie in der aktuellen Roadbike-Ausgabe lesen
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