Profi-Radsport

Weltverband weist Kritik an Analyse-Methode zurück

28.11.2001 - Lausanne (dpa) - Der Internationale Radsport-Verband (UCI) hat die französische Analyse-Methode verteidigt, mit deren Hilfe das Blutdopingmittel Erythropoetin (EPO) über die Urinwerte nachgewiesen wird.

Vor allem der spanische Radsport-Verband hatte das Verfahren massiv kritisiert, nachdem Bahn-Olympiasieger Joan Llaneras bei der WM im September positiv getestet worden war, die B-Probe jedoch deutlich unter dem zulässigen Wert geblieben war. Noch krasser war der Unterschied beim zunächst ebenfalls positiv getesteten Italiener Massimo Strazzer ausgefallen.

Die UCI könne Zweifel an der Verlässlichkeit der Methode nicht zulassen, so lange die derzeit mit den beiden Fällen befassten Experten nicht ihre Meinung abgegeben hätten, hieß es in einer Mitteilung. Darin lehnte der Weltverband zugleich die Verantwortung für das Bekanntwerden der positiven A-Proben ab. Llaneras hatte zuvor erklärt, er habe dadurch massive finanzielle Einbußen erlitten und deswegen juristische Schritte gegen den Weltverband angekündigt. Nur der spanische Verband und der Fahrer seien über das Ergebnis informiert worden, erklärte dagegen die UCI.

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