Profi-Radsport

Neuer Brief von McQuaid

Paris-Nizza: UCI droht Fahrern mit Sperren

01.03.2008 - Berlin (dpa/Ra) - Der Radsport-Weltverband UCI droht den Profis bei einer Teilnahme am Etappenrennen Paris-Nizza (9. - 16. März) mit Sperren bis zu sechs Monaten und ausbleibendem Versicherungsschutz.

Diese Konsequenzen kündigte UCI-Präsident Pat McQuaid in einem Brief an die Profiteams an. Hintergrund ist die Weigerung der Mannschaften, das «illegale» Rennen", wie es die UCI nennt, zu boykottieren. Die Verlagsgruppe ASO, Veranstalter der Tour de France und von Paris-Nizza, hat die Fernfahrt aus der Verantwortung der UCI gelöst und unter Oberaufsicht des französischen Verbandes FFC gestellt. Die UCI sprach von einer «illegalen Maßnahme» und forderte von den Teams einen Start-Verzicht.

McQuaid hatte bereits im Lauf der Woche alle Fahrer vor einer Teilnahme an Paris - Nizza gewarnt. Dies könne sich negativ auf die Möglichkeiten eines Olympia-Starts in Peking auswirken, so McQuaid.

Der Präsident des französischen Radsportverbandes, Jean Pitallier, hatte der UCI in der französischen Zeitung «L`Humanité» vorgeworfen, sie wolle «alle Welt einschüchtern». Der Streit mit den Veranstaltern der drei großen Landesrundfahrten in Frankreich, Italien und Spanien war durch die Einführung der ProTour entbrannt. Tour, Giro und Vuelta lehnten es ab, Teil der Rennserie zu werden.