Profi-Radsport

Entscheidung ohne Gegenstimmen

Teams starten bei Paris-Nizza

07.03.2008 - (sid/Ra) - Schwere Schlappe für den Radsport-Weltverband (UCI): Ungeachtet der scharfen Androhungen durch die UCI haben sich die Teams mehrheitlich für einen Start bei der am Sonntag beginnenden Fernfahrt Paris-Nizza entschieden. Zuvor hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) einen Dringlichkeitsantrag der Mannschaften zurückgewiesen und sich in dieser Sache "als nicht zuständig" erklärt.

Damit hat die UCI den Machtkampf mit der Tour-Organisation ASO vorerst verloren, eine Spaltung des Radsports wird immer wahrscheinlicher. Die UCI Weltverband hat bereits allen Teams, die bei Paris-Nizza starten, mit dem Ausschluss aus dem Weltverband gedroht.

Während einer Sitzung der Rennstallvereinigung AIGCP sprachen sich die Teams mit 15 Ja-Stimmen, 8 Enthaltungen und keiner Gegenstimme eindeutig für einen Start bei Paris-Nizza aus. "Wenn sich die Teams dazu entscheiden, den Weg mit der ASO zu bestreiten, dann werden sie ihn nicht mit der UCI gehen. Dann werden sie aus der UCI ausgeschlossen", kündigte Weltverbands-Chef Pat McQuaid an. Den Fahrern drohen Sperren, über deren Dauer unterschiedliche Angaben gemacht werden, und ein Teilnahmeverbot an allen UCI-Rennen einschließlich der Weltmeisterschaften. "Ich warte nun bis Sonntagmorgen ab. Dann werden wir sehen, wer startet", sagte McQuaid.