Zitat der Woche:
"Das wird eine Mannschaft, an der mein Herz hängen wird."
(Gerry Van Gerwen zum neuen Milram-Team)
Aktuelle Nachrichten
Continental-News
Hintergrund
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia
Tour de France
Deutschland Tour
Vuelta a España
Archiv
RSN-Archiv 1996-2007
Kleinanzeigen
Links
Vereinsdatenbank
Lexikon
WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
16.03.2008 - (rsn/dpa) - Jean Pitallier, der Präsident des Französischen Radsportverbandes FFC hat UCI-Präsident Pat McQuaid und dessen Stellvertreter Ray Godkin und Hein Verbruggen zum Rücktritt aufgefordert. Unmittelbar vor der 6. Etappe von Paris-Nizza rief der Franzose auf dem Start-Podium in Sisteron zugleich zu einer Rebellion gegen die Spitze des Weltverbands auf, und erwähnte als historischen Vergleich den Sturm auf die Bastille im Verlauf der Französischen Revolution von 1789. Pitallier nannte zwar keine Namen, bezog sich aber in seiner Rede auf den Vorstand der UCI und sagte: „In diesem Stadium sollten sie besser zurücktreten.“
Pitallier kritisierte zudem den ehemaligen UCI-Chef Hein Verbruggen, der immer noch als graue Eminenz gilt, die im Hintergrund die Fäden zieht. „Er will der Bernie Ecclestone des Radsports werden und will aus dem Radsport ein privates Unternehmen machen“, so der FFC-Chef. Verbruggen hatte kurz vor dem Ende seiner Amtszeit gegen alle Widerstände besonders der großen Veranstalter die inzwischen gescheiterte ProTour als neue, einheitliche Rennserie durchgesetzt.
Der Streit hat längst das politische Parkett erreicht. Der französische Staatssekretär für Sport, Bernhard Laporte, ein früherer Rugby-Spieler, stellte sich der UCI und ihrem Chef Pat McQuaid nach den bisher weitgehend folgenlosen Sanktions-Drohungen gegen die Starter des Traditions-Rennens Paris-Nizza in den Weg. «Als Rugbyspieler hätte ich es nicht akzeptiert, dass ich gehindert worden wäre zu spielen. Genauso ist es jetzt mit den Fahrern. Ich unterstütze die Profis und den französischen Verband, weil er auf dem Boden unseres Sportrechts steht. Sie können weiter mit mir rechnen», sagte Laporte dem Internetanbieter «cyclingnews».Laporte bot an, den Konflikt zu moderieren, «unter einer Bedingung: Dass nicht ein Partner sagt, so geht es und nicht anders.» McQuaid hat das Angebot bereits abgelehnt und am Wochenende die Kontakte zur Profi-Vereinigung AIGCP vorerst abgebrochen.
Dieses Gremium, dem der Ex-Profi Eric Boyer vorsteht, hatte sich am vergangenen Sonntag für einen Start bei Paris-Nizza ausgesprochen, obwohl die ASO das Rennen aus der UCI-Verantwortung gelöst und unter die Regie des nationalen Verbandes FFC gestellt hatte. Die UCI verbot den Start, nannte die Veranstaltung «illegal» und drohte mit zahlreichen Strafen. Die Abschreckung wirkte nicht: 160 Profis gingen ins Rennen und ermittelten an diesem Sonntag ihren Gesamtsieger. Die Konflikte im Machtkampf der Funktionäre gehen garantiert weiter: Neue Termine für Auseinandersetzungen sind die bevorstehende Bahn-WM vom 27. bis 30. März in Manchester, am 13. April die ASO-Veranstaltung Paris-Roubaix und ab 5. Juli das Top-Event der aufmüpfigen Verlagsgruppe - die Tour de France.
Gerry van Gerwen, Manager des deutschen ProTeams Milram, glaubt nicht daran, dass die französischen Fahrer wie angedroht ein Startverbot für die Titelkämpfe in Manchester erhalten. Auch Minister Laporte rechnet nicht mit der Roten Karte durch die UCI: «Es gibt keinen Regelbruch des Verbandes oder der Fahrer.» Jean Pitallier fand starke Worte: «Keiner hindert französische Fahrer, an der WM teilzunehmen. Man müsste sie in Ketten legen. Ich fahre hin und sie auch».
Van Gerwen glaubt weiter an eine Lösung. «Wenn die Parteien die Emotionen ausblenden können und wieder rational vorgehen, könnte es einen Ausweg geben», meinte der Niederländer, geht aber auch davon aus, dass sowohl Paris-Roubaix als auch die Tour unter ASO-Regie laufen werden.
Pitallier, der wie Boyer einem Disziplinar-Verfahren durch die UCI entgegen sieht, erhielt am Wochenende auch Rückendeckung durch die einflussreichen Verbände aus Belgien, Italien, Spanien, Luxemburg und Österreich. Der Bund Deutscher Radfahrer BDR hatte es vor dem Start von Paris-Nizza zu dem bemerkenswerten Beitrag gebracht, ASO und UCI «dringlich» zur Beendigung ihrer Konfliktes aufzurufen.
Quelle: cyclingnews.com
Comeback eines deutschen Klassikers (04.09.2008)
FC Rheinland-Pfalz wird 2009 Kontinental-Team (03.09.2008)
Klessa schneller als Wegmann (02.09.2008)
Re: Deutschland Tour 2008 (05.09.2008)
Re: Wieviele trad. dt. Profi-Rennen werden bald nicht mehr existieren? (05.09.2008)
Re: Vuelta 2008 (04.09.2008)
Re: Gerüchteküche: Lance Comeback 2009 (04.09.2008)
Wieviele trad. dt. Profi-Rennen werden bald nicht mehr existieren? (03.09.2008)