Fall Sinkewitz

Staatsanwalt will weitere Vernehmungen abwarten

16.03.2008  |  Freiburg (dpa) - Der Staatsanwaltschaft Freiburg lagen bis zum 16. März noch keine Informationen über weitere Vernehmungen im Fall des Doping-Kronzeugen Patrik Sinkewitz vor

Staatsanwalt Wolfgang Maier sagte, das federführende Bundeskriminalamt hat den Freiburgern bislang keinen neuen Kenntnisstand übermittelt. Es sei ihm auch nicht bekannt, ob die Vernehmungen bereits stattgefunden haben. «Wir werden abwarten, bis beide Vernehmungen abgeschlossen sind, dann werden wir gegebenenfalls neue Informationen herausgeben», sagte Maier der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Zuvor hatte der Freiburger Staatsanwalt erklärt, dass man mit zwei weiteren Personen sprechen wolle. «Wir wollen mit einem mit Sinkewitz befreundeten Fahrer, der nicht dem T-Mobile- Team angehörte, und seiner früheren Freundin sprechen. Sollten sich deren Aussagen mit denen von Sinkewitz decken, können wir weiter vorgehen», sagte Meier. Er erachte es für unwahrscheinlich, dass Ex-T-Mobile-Profi Sinkewitz (Fulda) den Abstecher in die Uni-Klinik Freiburg während der Tour de France 2006 allein unternommen habe.

Doping-Kronzeuge Sinkewitz hatte gestanden, in die Uni-Klinik Freiburg gefahren zu sein, um sich unter der Regie der früheren Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid Eigenblut reinfundieren zu lassen. Seine ehemaligen Team-Kollegen Andreas Klöden und Matthias Kessler hätten ihn nach Freiburg begleitet. Diese Aussage schrieb die «Süddeutsche Zeitung» Sinkewitz zu, der wegen eines anderen Doping- Vergehens noch bis zum 18. Juli 2008 gesperrt ist. Der in Diensten des Astana-Rennstalls fahrende Klöden hat nach eigener Darstellung bereits Anwälte zur Klärung eingeschaltet.

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