Profi-Radsport

Frühere Aussagen von Kommission bestätigt

Keine neuen Dopingvorwürfe gegen Zabel

20.03.2008 - (rsn/dpa) – Verwirrung um Erik Zabel: Nach ersten Agenturmeldungen vom Mittag schien es, als ob der Zwischenbericht der Untersuchungskommission des Universitätsklinikums Freiburg neue Dopingvorwürfe gegen den ehemaligen T-Mobile-Star beinhalten würde. Zabel sei bereits während der Tour de Suisse 1996 gedopt gewesen, hieß es. Das stimmt offenbar, widerspricht aber nicht der Dopingbeichte Zabels vom vergangenen Mai.

„Auch Erik Zabel begann im Jahr 1996 während der Tour de Suisse eine dreiwöchige EPO-Kur», heißt es in dem auf der Internetseite www.uni-freiburg.de veröffentlichten Bericht. Der 37-Jährige hatte am 24. Mai 2007 eingeräumt, «kurz vor der Tour de France» 1996 EPO benutzt zu haben. Das sei aber ein einmaliger Test gewesen, den er am Ende der ersten Tour-Woche beendet habe. Die Tour de Suisse lief 1996 vom 11. bis zum 20. Juni. Die Tour de France begann am 29. Juni 1996.

Der Kommissionsvorsitzende Hans Joachim Schäfer betonte jedoch, dass der Zwischenbericht keine neuen Vorwürfe gegen Zabel beinhalte. Dessen dreiwöchige EPO-Kur während der Schweiz-Rundfahrt 1996 widerspreche nicht dem, was er bei seinem tränenreichen Geständnis eingeräumt hatte. «Das deckt sich absolut», sagte Schäfer der Deutschen Presse-Agentur dpa. Zabel habe diese Kur gestanden - und nicht mehr. «Wahrscheinlich hat er auch nicht mehr gebraucht, weil er ein Sprinter ist. Zabel ist kein klassischer Doper», sagte Schäfer.

Am Nachmittag äußerte sich auch Zabel selber zu dem Zwischenbericht. „Die veröffentlichten Aussagen der Expertenkommission entsprechen exakt meinen Ausführungen, die ich am 24. Mai 2007 öffentlich geäußert habe. Der Kommissionsvorsitzende, Hans Joachim Schäfer, hat dies […] ebenfalls bestätigt“, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

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