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07.04.2008 - (rsn) – Flandern-Sieger Stijn Devolder (Quick Step) hat mit seinem bisher größten Karriereerfolg bewiesen, dass er ein Mann für die großen Klassiker ist. Der 28-jährige Westflame hat immer davon geträumt, im belgischen Meistertrikot das flämische Monument zu gewinnen. Mit seinem Parforceritt am Sonntag hat er sich seinen Traum erfüllt.
„Es ist das schönste Rennen des Jahres“, sagte ein bewegter Devolder auf der Pressekonferenz nach dem Rennen. „Ich habe noch nie so viel gelitten wie heute, aber inmitten des Ozeans von Menschen entlang der Strecke kannst du es gleichzeitig genießen, während du leidest. Man kann die Flandern-Rundfahrt mit keinem anderen Rennen vergleichen.“
Kritiker bemängelten an Devolder immer wieder, dass er seine Kraft durch zu frühe Attacken verschleudere oder- wie am Sonntag rund 60km vor dem Ziel geschehen – von vorne weg fahre. „Ich gebe nichts auf solche Kritik, es wird immer Leute geben, die dich kritisieren“, so Devolder ungerührt. „Es ist Teil des Jobs und man muss sich damit abfinden.“
Im Gegensatz zu den anderen Flandern-Gewinnern wie seinem Teamkollegen Tom Boonen oder Alessandro Ballan (Lampre) geht der belgische Meister auch mit Ambitionen für die Gesamtwertung in die kommenden großen Rundfahrten. Mit seinen Gesamtsiegen im letzten Jahr bei der Österreich-Rundfahrt und im Februar dieses Jahres bei der Algarve-Rundfahrt zeigte er bereits, dass er zumindest kleinere Rundfahrten gewinnen kann. Bei der letztjährigen Vuelta trug Devolder, damals noch bei Discovery Channel unter Vertrag, sogar das goldene Führungstrikot. Allerdings konnte er sich am Ende der Rundfahrt nicht unter den besten Zehn platzieren.
Mit dem Triumph von Flandern im Rücken will Devolder Skeptiker widerlegen, die ihm keine Spitzenplatzierung bei einer der großen Rundfahrten zutrauen – vor allem nicht bei der Tour de France. „Aber ich hoffe, im Juli das Gegenteil beweisen zu können“, so Devolder selbstbewusst.
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