Zitat der Woche:
"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."
(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)
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20.04.2008 - (sid/rsn) - Stefan Schumacher ist bestens vorbereitet: Der Gerolsteiner-Kapitän will heute wie im Vorjahr den Auftakt der Ardennen-Klassiker beim 43. Amstel Gold Race von Maastricht nach Valkenburg gewinnen. Den dazu nötigen Feinschliff hat sich der WM-Dritte bei der schweren Baskenland-Rundfahrt geholt.
"Ich habe da gespürt, dass die Form langsam kommt. Mit guten Beinen und etwas Glück klappt es mit der Wiederholung des Sieges aus dem Vorjahr", sagte Schumacher. Stimmt die Tagesform des 26-Jährigen nicht, hat die Eifel-Equipe im Vorjahreszweiten und Sieger von 2004, Davide Rebellin, noch ein zweites heißes Eisen bei der 257km langen Tortur über 31 giftige Anstiege im Feuer.Doch die Augen aller deutschen Fans werden auf Schumacher gerichtet sein. Und das auch, weil der Allrounder im vergangenen Herbst erneut unter Dopingverdacht geraten war. Unmittelbar vor der WM waren bei Schumacher erhöhte Blutwerte festgestellt worden, die der Nürtinger mit den Folgen eines Infekts begründete. Es folgte die Posse um seine Alkoholfahrt Anfang Oktober 2007, als bei einer Polizeikontrolle zusätzlich noch geringe Mengen von Amphetaminen im Blut von Schumacher festgestellt worden waren.
Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) legte den Fall nach eingehender Prüfung zwar zu den Akten, doch im eigenen Rennstall sorgte Schumacher mit seinen Eskapaden für Verärgerung. Die Schlagzeilen um den WM-Dritten waren für die Sponsorensuche von Teamchef Hans-Michael Holczer nicht gerade förderlich. Dennoch ist eine Ausbootung Schumachers bei Gerolsteiner längst kein Thema mehr. "Es hat Gespräche gegeben, mehr möchte ich dazu nicht sagen", erklärte Holczer.
Das Amstel Gold Race ist gerade für Gerolsteiner ein besonderes Rennen. Vor vier Jahren feierte das Team durch Rebellin seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt. Anschließend gewann der kleine Italiener mit dem Fleche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich die weiteren Rennen der Ardennen-Trilogie.
Den letzten deutschen Amstel-Sieg vor Schumacher hatte im Jahr 2000 Erik Zabel gefeiert. Doch seit die Strecke 2003 geänderte wurde und das Rennen nicht mehr in Maastricht, sondern am Cauberg in Valkenburg endet, haben die Sprinter kaum noch eine Chance auf den Sieg.
Den Optimismus lässt sich das Team Milram trotzdem nicht nehmen. "Das Rennen gefällt Erik gut. Wir müssen sehr aufmerksam sein und ihm im Finale gut positionieren", meinte Teammanger Gerry van Gerwen. Dennoch wird man bei dem Bremer Rennstall auch auf den Niederländer Niki Terpstra setzen, der sich bei den bisherigen Frühjahrsklassikern in sehr guter Form präsentierte.
Der T-Mobile-Nachfolger High Road setzt alle Hoffnungen auf Luxemburgs "Sportler des Jahres" Kim Kirchen. "Er war sehr stark im Baskenland und ist unser Mann beim Amstel", sagte der sportliche Leiter, Rolf Aldag.
Allerdings weiß Aldag auch, dass es beim Amstel wie nur bei wenigen anderen Rennen auf die Streckenkenntnis ankommt. Als Favoriten sieht er nach dem Ausfall von Weltmeister Paolo Bettini (Quick Step) neben dem Gerolsteiner-Duo Schumacher und Rebellin noch den Spanier Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne).
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