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20.04.2008 - (sid) - Jeff D'Hont legt sich erneut mit den früheren Radprofis des Team Telekom an. Der ehemalige Masseur des Teams droht in seinem neuen Buch weitere Doping-Geheimnisse über die "Magenta.Fahrer", unter anderem auch über Rolf Aldag, offenzulegen. Doch den damaligen Telekom-Profi und jetzigen High-Road-Sportdirektor lassen die neuen Anschuldigungen kalt. "Da bin ich sehr, sehr entspannt. Er kann von mir aus Bücher schreiben, wie er will. Es ist faszinierend zu sehen, wie einer behauptet, ich hätte nur die halbe Wahrheit gesagt. Dabei kennt er doch gar nicht die Protokolle aus den 17 Stunden dauernden Verhören mit dem BKA, der Staatsanwaltschaft Freiburg und der Anti-Doping-Agentur", sagte der Westfale dem sid am Rande des 43. Amstel Gold Race.
D'Hont hatte jüngst in der Süddeutschen Zeitung angekündigt, im November ein zweites Buch auf den Markt zu bringen. Darin wolle er weitere Enthüllungen zum Telekom-Skandal in den 90-er Jahren offenlegen. Darin soll auch Aldag vorkommen, der bei seinem Doping-Geständnis im Mai nicht alles erzählt habe. Der Belgier kündigte an, auch das Gespräch mit High-Road-Teamchef Bob Stapleton suchen zu wollen, um ihn über die Vergangenheit von Aldag aufzuklären.
Ehemalige Telekom-Fahrer werfen D'Hont Geldgier vor
Für Aldag sind die neuesten Aussagen D'Honts lediglich eine Maßnahme, um die Verkaufszahlen nach oben zu treiben. "Die Intention, die dahinter steckt, ist doch klar", sagte Aldag weiter. Ähnlich äußerte sich kürzlich auch Jan Ullrich. "Ich finde es schade, was manche Menschen aus Geldgier machen", erklärte der gefallene deutsche Radstar jüngst in der Bild-Zeitung.
Dabei könnte Ullrich im zweiten Buch D'Honts ebenfalls Ziel der Anschuldigungen werden. Im ersten Werk noch verschont, kündigte der Belgier an, diesmal auch über die Doping-Vergangenheit Ullrichs auspacken zu wollen. Als Beweis dafür habe D'Hont auch Tonbandaufnahmen aus einem Telefongespräch.
D'Hont will Ullrich verklagen
Doch damit ist der Ärger mit D'Hont für Ullrich noch nicht beendet. Der Autor will gegen den früheren Toursieger juristisch vorgehen und fordert nach Informationen des Nachrichtenmagazins Focus die Erstattung der Gerichtskosten sowie Schadenersatz wegen Rufschädigung. D'Hont hatte behauptet, Ullrich das Blutdopingmittel Epo in den Arm gespritzt zu haben und war wegen dieser Aussage verklagt worden.
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