Profi-Radsport

Milram-Kapitän wartet auf CAS-Urteil

Petacchi: Alles kann passieren

23.04.2008 - (rsn/dpa) – Alessandro Petacchi bereitet sich derzeit auf den Giro d’Italia vor, muss sich aber dabei mit der Frage beschäftigen, ob es für ihn überhaupt eine Zukunft im Profiradsport geben wird. Der Milram-Kapitän wartet derzeit auf ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS, der über einen Antrag des Italienischen Nationalen Olympischen Komitees CONI entscheiden muss, das eine Dopingsperre gegen Petacchi fordert.

“Ich versuche nur an den Giro zu denken, aber das Warten auf die Entscheidung des CAS beschäftigt mich”, gestand Petacchi der französischen Nachrichtenagentur AFP. „Alles kann passieren, ich könnte sogar die Lust auf den Giro oder die Tour verlieren, an der ich seit 2004 nicht mehr teilgenommen habe. Ich versuchte mir nicht vorzustellen, dass alles gut ausgehen wird, denn die Enttäuschung im Fall einer für mich ungünstigen Entscheidung wäre riesig.“

Dem Milram-Kapitän droht eine Einjahres-Sperre, weil er beim vergangenen Giro d`Italia mit überhöhten Cortisonwerten getestet worden war. Petacchi und seine Anwälte führen zur Entlastung ein vom Radsport- Weltverband UCI anerkanntes Attest an, das den Gebrauch von Cortison gegen Asthma in seinem Fall erlaubt. Das Zertifikat gestattet den Einsatz des Präparats Salbutamol - allerdings überschritt der 34-jährige Sprinter aus La Spezia beim Giro die zulässigen Cortison-Grenzwerte von 1000 Nanogramm um 320 pro Milliliter Urin. Damit könnte eine Leistungssteigerung erreicht worden sein, argumentierten die Kläger. Das CONI fordert vor dem CAS eine Sperre von mindestens 12 Monaten, nachdem der italienische Verband Petacchi freigesprochen hatte. Der wiederum hatte den Fall der Verurteilung bereits das Ende seiner Karriere angekündigt. Mit einem Urteil ist nicht vor Mai zu rechnen.

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