Profi-Radsport

62. Tour de Romandie

Klöden ist wieder da!

02.05.2008 - (rsn/dpa) - Nach einem durch zahlreiche Krankheiten verkorksten Frühjahr hat sich Andreas Klöden auf der dritten Etappe der Tour de Romandie mit seinem ersten Saisonsieg eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Astana-Kapitän gewann das 18,8 Kilometer lange Einzelzeitfahren rund um Sion in 25:32 Minuten vor dem niederländischen Vorjahressieger Thomas Dekker (Rabobank) und übernahm dadurch auch die Führung in der Gesamtwertung.

Hinter Dekkers Landsmann Stef Clement (Bouygues Telecom, +20sec) belegte Tony Martin (High Road) einen ausgezeichneten vierten Platz. Martin hielt lange Zeit sogar die Bestzeit im Kampf gegen die Uhr. Dem 23-Jährigen Cottbusser fehlte am Ende nur eine Sekunde zum Podium.

Klöden teilte sich auf dem anspruchsvollen Kurs mit einem 2,6 Kilometer langen Anstieg bei gut acht Prozent durchschnittlicher Steigung seine Kräfte sehr gut ein und hatte nach Zwischenbestzeiten am Ende sechs Sekunden Vorsprung auf Dekker, der nun auch in der Gesamtwertung fünf Sekunden hinter Klöden den zweiten Platz belegt. Eine Portion Glück brauchte der 32-jährige Rundfahrtspezialist aber kurz vor dem Ziel, als er sich in einer scharfen Kurve verschätzte und beinahe in die Absperrung geknallt wäre. "Ich war zu schnell. Als ich gebremst habe, hat mein Hinterrad blockiert. Zum Glück konnte ich mich auf dem Rad halten", sagte Klöden im Ziel zur Schrecksekunde,

Während Jens Voigt (CSC) als 13. der Tageswertung mit einem Rückstand von 52 Sekunden auf Klöden die Top Ten knapp verpasste, reichte es für Markus Fothen (Gerolsteiner) nicht zu einer vorderen Platzierung. Der 26-jährige Kaarster belegte am Ende mit 1:36 Minuten Rückstand nur den 43. Platz. "Markus hatte sich viel vorgenommen. Aber es wollte einfach nicht so richtig beim ihm laufen", sagte Reimund Dietzen, Sportlicher Leiter bei Gerolsteiner.

Bester Gerolsteiner-Fahrer war der junge italienische Neuzugang Francesco De Bonis, der auf Rang 20 ins Ziel kam, sieben Plätze vor seinem Teamkollegen Bernhard Kohl. Das Team Milram konnte keinen Akteur unter den besten 50 platzieren.

Für die morgige schwere vierte Etappe gaben die Organisatoren eine Streckenänderung bekannt. Aufgrund eines Erdrutsches wird die Côte Saint-Luc aus dem Programm genommen. Dadurch verkürzt sich der Abschnitt um 14,6 Kilometer. So bleiben nur noch drei Anstiege der ersten Kategorie, die auf dem Weg ins Ziel nach Zinal bewältigt werden müssen.

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