Rennbericht 7. Giro-Etappe

Favoriten konnten Ausreißer nicht gefährden


Danilo Di Luca nach dem Gewinn des Giro 2007.

16.05.2008  |  (rsn) - Um 12.15 Uhr setzten sich die noch 187 im Rennen verbliebenen Fahrer in Bewegung, um die 180 Kilometer nach Pescocostanzo in Angriff zu nehmen. Schon nach wenigen Kilometern setzte der Weißrusse Vasyl Kyrienka (Tinkoff) die erste Attacke. Aus diesem Angriff heraus bildete sich schließlich die Gruppe des Tages – bestehend aus knapp 40 Fahrern.

Neben den Klassement-Kandidaten Juan Manuel Garate (Quick.Step), José Rujano (Caisse d`Epargne) und Kanstantin Siutsou (High Road) schafften mit Jens Voigt (CSC) und Volker Ordowski (Gerolsteiner) auch zwei deutsche Fahrer den Sprung in die Ausreißergruppe. Im Feld wollte keine Mannschaft die Nachführarbeit organisieren, so dass die große Gruppe recht schnell einen Vorsprung herausfahren konnte, der nach 30 gefahrenen Kilometern bereits acht Minuten betrug.

Nach knapp 50 Kilometern teilte sich die Spitzengruppe. Gabriele Bosisio (LPR), Felix Cardenas (Barloworld), Juan Horrach (Caisse d`Epargne), Emanuele Sella, Fortunato Baliani (beide CSF Group), Simon Spilak (Lampre) und Vasyl Kiryenka (Tinkoff) setzten sich von ihren Konkurrenten ab und fuhren einen Vorsprung von über vier Minuten auf die ersten Verfolger heraus. Währendessen gab es im Feld, das nach wie vor acht Minuten hinter der Spitze lag, zwei Aufgaben zu vermelden. Die beiden Sprinter Alberto Loddo (Tinkoff) und Yauheni Hutarovich (Fdjeux) stiegen vom Rad und beendeten vorzeitig die Rundfahrt.

Im Anstieg hinauf zum Rionero Sannitico, einem Berg der 1. Kat., hatten Spilak und Horrach Probleme, das Tempo mitzugehen und fielen zurück. Eine Verfolgergruppe um Siutsou (High Road), Sylvester Szmyd (Lampre), Jurgen Van Den Broeck (Silence-Lotto) und Garate (Quick.Step) hatte zu diesem Zeitpunkt gut zwei Minuten Rückstand auf die Spitze. Die weiteren Fahrer der ursprünglichen Spitzengruppe wurden nach und nach vom von Saunier Duval und Serramenti angeführten Hauptfeld, das nach 135 Kilometern mit weiteren vier Minuten Rückstand folgte, eingeholt. Währendessen gaben der Spanier Aitor Galdos (Euskaltel) und der Schweizer Patrick Calcagni (Barloworld) die Rundfahrt auf.

35 Kilometer vor dem Ziel konnten Horrach, Alexander Efimkin (Quick.Step) und Mauricio Ardila (Rabobank) wieder zur ersten Verfolgergruppe um Siutsou und Garate aufschließen. Das Septett lag mittlerweile knapp drei Minuten hinter der Spitzengruppe mit Bosisio, Cardenas, Sella, Baliani und Kiryenka. Das Hauptfeld folgte dahinter mit etwas mehr als sechs Minuten Rückstand auf die Spitze. Im 23km vor dem Ziel beginnenden 9,5km langen Anstieg zum Pietransieri erhöhte die große Gruppe das Tempo. Visconti und Russ konnte zunächst nicht folgen, kämpften sich aber, wieder an die Favoriten heran. Vorne musste Baliani reißen lassen, so dass 16km vor dem Ziel nur noch vier Fahrer an der Spitze fuhren. In der großen Gruppe forcierte Di Lucas LPR-team das Tempo, konnte aber nicht verhindern, dass sich der italienische Kletterspezialist Leonardo Piepoli (Saunier Duval) 14 km vor dem Ziel aufmachte, um zur nur noch mit 2:40 Minuten Vorsprung fahrenen Spitzengruppe auzuschließen.

Es war der Titelverteidiger selbst, der die Verfolgergruppe schließlich mit seinem Antritt sprengte. Danilo Di Luca konnten nur Riccardo Ricco (Saunier Duval) und Toursieger Alberto Contador (Astana) folgen. Piepoli arbeitete kurz vor der Bergwertung als Lokomotive für Ricco, während Di Luca offensichtlich Probleme hatte, mit Piepoli und Ricco Schritt zu halten. Die Bergwertung gewann Sella vor Cardenas. Die Spitze hatte zu diesem Zeitpunkt noch 2:38 Vorsprung auf die Gruppe Di Luca und mehr als 3:30 Minuten auf die nächsten Verfolger mit Andreas Klöden (Astana).

10km vor dem Ziel hatte die Gruppe mit Visconti und Russ 3:17 Minuten Rückstand auf die Spitze. Kurz darauf musste Cardenas an der Spitze reißen lassen. 7 Kilometer vor dem Ziel setzte sich Bosisio von seinen letzten beiden verbliebenen Konkurrenten ab und fuhr seinem größten Karrieresieg entgegen. Hinter Bosisio versuchte dessen Teamkapitän Di Luca mehrere Male vergeblich, Ricco und Contador abzuschütteln. Vergebens war auch der Kampf von Matthias Ruß, am Schlussanstieg Giovanni Visconti das Rosa Trikot auszuziehen. Auf den letzten Metern nahm der Italiener dem Gerolsteiner-Profi gar noch einige Sekunden ab.

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