Profi-Radsport

91. Giro d`Italia: Zabel Vierter

Bennati hauchdünn vor Bettini

18.05.2008 - (rsn/dpa) – Auf der 9. Etappe des Giro d’Italia waren wieder die Sprinter am Zug. Daniele Bennati (Liquigas) setzte sich nach 218 Kilometern von Civitavecchia nach San Vincenzo im erwarteten Massensprint denkbar knapp gegen seinen Landsmann Paolo Bettini (Quick Step) durch. Dritter wurde der Australier Robbie McEwen (Silence-Lotto).

Damit feierte der 27-jährige Italiener bereits seinen zweiten Erfolg bei seiner Heimatrundfahrt und holte sich das Trikot des Punktbesten von seinem Landsmann Riccardo Ricco (Saunier Duval). Erik Zabel (Milram) verpasste den Sprung aufs Podium nur knapp und belegte den vierten Platz. Hinter dem Spanier Koldo Fernandez (Euskaltel) wurde Robert Förster (Gerolsteiner) Sechster.

Der 30-jährige Markkleeberger verpasste im Finale den fulminanten Antritt seines Anfahrers Oscar Gatto. Der junge Italiener zog rund 400 Meter vor dem Ziel davon und zwang die Favoriten zu reagieren. Förster gelang es nicht, sich an Gattos Hinterrad zu klemmen und vergab so eine große Chance. Bessere Karten hatte dagegen Erik Zabel. Der 37-jährige Milram-Kapitän hatte sich das Hinterrad Bennatis ausgesucht, wurde aber in der entscheidenden Phase zwischen dem Italiener und der Streckenbegrenzung eingeklemmt.

Auf Zabel wiederum hatte Bettini spekuliert. Der 34-jährige Italiener hing kurzzeitig hinter dem Deutschen fest und wäre bei freier Fahrt möglicherweise noch an Bennati vorbeigezogen. Der Weltmeister, der nach wie vor auf seinen ersten Saisonsieg wartet, war nach dem Rennen aber mit seinem erneuten zweiten Platz – am Vortag hatte er sich Ricco geschlagen geben müssen – zufrieden. In der Gesamtwertung konnte Bettinis Teamkollege Giovanni Visconti (Quick Step) die Führung verteidigen. Der 25-jährige Italiener geht mit 34 Sekunden auf Gerolsteiner Matthias Russ in das Zeitfahren am Dienstag, in dem Andreas Klöden (Astana) zu den Favoriten zählt.

Klödens am Vortag gestürzter Teamkollege Alberto Contador litt auf der letzten Etappe vor dem Ruhetag unter Verletzungsfolgen am lädierten Ellenbogen. Trotzdem konnte der Tour-de-France-Sieger von 2007, der sich auf der ersten Giro-Bergetappe am Freitag ganz vorne gezeigt hatte, das Rennen zeitgleich mit dem Tagessieger beenden. Der 25-jährige Spanier, der mit seinem Team erst kurzfristig von den Giro-Veranstaltern die Starterlaubnis erhalten hatte, war am Samstag nach 86 Kilometern in einen Massensturz verwickelt gewesen, in dessen Folge sein Teamkollege Steve Morabito das Rennen vorzeitig hatte beenden müssen. Später mehr