Profi-Radsport

37 Sportler unterzeichnen Erklärung

Mountainbiker distanzieren sich von Fumic-Brüdern

19.05.2008 - Stuttgart (dpa) - Angeführt von der Olympia-Dritten Sabine Spitz haben sich Mitglieder der Mountainbike-Nationalmannschaft öffentlich von der kritischen Haltung ihrer Kollegen Lado und Manuel Fumic zum Anti-Doping-Kontrollsystem in ihrer Sportart distanziert.

«Wir wehren uns entschieden dagegen mit dem Vorgehen von Lado und Manuel Fumic in Verbindung gebracht zu werden», hieß es in der vom Management von Sabine Spitz verbreiteten und von insgesamt 37 Sportlern und Teammanagern unterzeichneten Erklärung. Das Kontrollsystem der Anti-Doping-Agenturen WADA und NADA habe zwar Schwächen, sei aber sinnvoll und bedeute keine «totale Überwachung».

Lado Fumic hatte Bedenken gegen einige Auflagen der NADA im Anti- Doping-Kampf geäußert und diese vor allem mit der Beeinträchtigung seiner Persönlichkeitsrechte begründet. Das Brüderpaar aus dem schwäbischen Kirchheim/Teck befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit mit dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR) um eine dreimonatige Sperre wegen Verstoßes gegen die Meldepflicht.

Die Fumic-Brüder waren am 11. April vom BDR-Sportgericht verwarnt und mit der Sperre belegt worden. Dagegen hatten sie Revision eingelegt. Das Verbandsgericht muss in zweiter Instanz entscheiden, ob eine Sperre rechtens ist. Bis zur abschließenden Entscheidung des Verbandsgerichts dürfen die Brüder an Rennen teilnehmen, um sich sportlich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

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