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31.01.2001 -
Berlin (dpa) - Der 32-jährige Telekom-Profi Rolf Aldag gewann das erste und letzte Sechstagerennen der Saison. Zum Finale der insgesamt acht Sixdays siegte der lange Ahlener im erneut ausverkauften Berliner Velodrom, an der Seite seines 38- jährigen italienischen Partners Silvio Martinello. Zum Sechstage- Auftakt im November in Dortmund war Aldag an der Seite Erik Zabels erfolgreich gewesen.
Der deutsche Straßenmeister Aldag und der Olympiasieger von 1996 im Punktefahren musste hart kämpfen, um mit nur acht Punkten Vorsprung vor dem Duo Andreas Kappes/Andreas Beikirch (Köln/Büttgen) sowie den Weltmeistern Stefan Steinweg/Erik Weispfennig (Köln-Iggelheim/Waghäusel) zu siegen. Der populäre Kappes leidet immer noch unter einem schwebenden Doping- Verfahren, in dem der Bundesrechts-Ausschuss nach dem Verbands- Einspruch im Februar darüber entscheiden wird, ob der Kappes- Freispruch rechtsgültig ist.
Für Aldag war es der fünfte gemeinsame Start mit Martinello in einem Sechstagerennen. Bei den acht Rennen in dieser Saison war es für Martinello - erfolgreichster Sechstage-Fahrer dieser Saison - der vierte Erfolg mit dem dritten Partner. «Silvio war der Kopf des Teams, ich konnte vor allem meine Stärken als Straßenfahrer ausspielen», erklärte Aldag das Zusammenspiel mit dem Wunschpartner. «Ein Vorteil war vielleicht auch, dass ich nicht in Stuttgart dabei war und damit gesundheitlich nicht so angeschlagen war wie viele andere aus dem Feld.»
Das starke Auftreten von Teams mit deutscher Beteiligung hat mit dafür gesorgt, dass in den fünf Sechstage-Rennen unter deutschen Dächern ein erneuter Run auf die Tickets eingesetzt hatte. München und Bremen erlebten Zuschauer-Rekorde, Stuttgart und Dortmund volle Hallen, und auch in Berlin gab es mit 72 500 Besuchern eine neue Bestmarke. «Wir sind absolut an der Kapazitätsgrenze angekommen», freute sich Berlins Veranstalter Heinz Seesing.
Neben den altgedienten Sechstage-Assen sorgten auch andere Bahnsportler für Furore. Der zweimalige Sprint-Olympiasieger Jens Fiedler (Chemnitz) gewann den Sprinter-Cup. «Er ist ein Glücksfall, neben seinen hervorragenden sportlichen Fähigkeiten ist er ein herausragendes Showtalent», freute sich Berlins 74-jähriger Sportlicher Leiter, das einstige Berliner Sechstage-Idol Otto Ziege.
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