Profi-Radsport

91. Giro d´Italia: Klöden macht Zeit gut

Cavendish nimmt Revanche an Bennati

23.05.2008 - (rsn/dpa) – Mark Cavendish (High Road) hat sich für die knappe Niederlage vom Vortag revanchiert und auf der 13. Etappe des Giro d’Italia seinen italienischen Widersacher Daniele Bennati (Liquigas) deutlich geschlagen. Nach 177km von Modena nach Cittadella musste Erik Zabel (Milram) erneut die Überlegenheit seiner jüngeren Konkurrenten anerkennen und wurde hinter dem Spanier Koldo Fernandez (Euskaltel) Vierter.

Cavendish, der am Mittwoch seinen 23. Geburtstag feierte, ließ im Finale der letzten Flachetappe dieses Giro d’Italia keinen Zweifel daran aufkommen, wer der antrittsstärkste Sprinter im Feld ist. Vorbildlich von seinem Anfahrer André Greipel in Szene gesetzt, ließ der Brite bei seinem wahrscheinlich letzten Giro-Auftritt 2008 dem dreifachen Etappensieger Bennati keine Chance. Cavendish hatte ebenso wie Robbie McEwen (Silence-Lotto) bereits angekündigt, zu den am Samstag beginnenden Bergetappen nicht mehr anzutreten.

McEwen, der erstmals seit Jahren keine Giro-Etappe mehr gewinnen konnte, musste sich mit zwei Podiumsplatzierungen zufrieden geben. Zu wenig für den erfolgsverwöhnten Australier.

Milram-Kapitän Zabel, der am Vortag in Carpi mit einem Sturz und einem Materialschaden im Finale Pech gehabt hatte, blieb nur Rang vier. Der Traum von seinem ersten Giro-Etappensieg ist für den 37-Jährigen damit wohl schon am Ende der zweiten Giro-Woche beendet.

Der Italiener Giovanni Visconti (Quick Step) verteidigte seine Führung in der Gesamtwertung. Am Samstag wird es dem 25-Jährigen aber schwer fallen, die Angriffe auf das begehrte Rosa Trikot abzuwehren. Die 14. Etappe über 195 Kilometer auf die Alpe de Pampeago geht mit einem 20 Kilometer langen Anstieg zu Ende. Der erste Abschnitt in den Alpen könnte zudem eine erste Vorentscheidung auf den Gesamtsieg bringen, der am 1. Juni feststehen wird.

Andreas Klöden (Astana) konnte vor den Bergetappen in der Gesamtwertung 13 Sekunden auf einige Mitfavoriten, darunter auch auf seinen Teamkollege Alberto Contador, gutmachen. Die Zeit wurde auf dem 13. Teilstück schon drei Kilometer vor dem Ziel genommen. Zu diesem Zeitpunkt war das Feld in zwei Teile getrennt. Klöden war in der ersten Gruppe, Contador und Co. in der Zweiten. So konnte Klöden auch den Italiener Marzio Bruseghin vom vierten Platz in der Gesamtwertung verdrängen und liegt nun nur noch 42 Sekunden hinter dem drittplatzierten Contador.

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