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25.05.2008 - Düsseldorf/Hamburg (dpa) - Im Rechtsstreit mit dem früheren Rennstall-Besitzer Günther Dahms vom Coast-Team soll Jan Ullrich offenbar vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) erscheinen.
«Ich kann bestätigten, dass der Senat plant, Herrn Ullrich dazu anzuhören, ob er gedopt hat oder nicht», sagte OLG-Sprecher Ulrich Thole der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach Informationen des Magazins «Der Spiegel» soll der frühere Radprofi am 12. November vor Gericht aussagen. Zunächst aber wird der Rechtsstreit an diesem Mittwoch fortgesetzt.
In dem Prozess geht es um ausstehende Gehälter, die Dahms dem Tour-de-France-Sieger von 1997 bis heute vorenthält. Der Ex-Manager des Coast-Teams, in dem Ullrich 2003 vier Monate lang beschäftigt war, weigert sich, dem Wahl-Schweizer einen Großteil seines Gehalts zu zahlen, weil «er davon ausgeht, dass Ullrich auch bei ihm gedopt hat», schrieb «Der Spiegel». Der illegaler Leistungssteigerung verdächtigte Ullrich hat jede Doping-Verdächtigung immer wieder strikt zurückgewiesen. Im Prozess geht es um 340 000 Euro Gehalt plus Zinsen, zusammen etwa eine halbe Million.
Ullrich war nach einem positiven Doping-Test auf Amphetamine im Juni 2002 im Januar 2003 vom Team Telekom zu Coast gewechselt. Im Frühjahr 2003 wurde Coast wegen Zahlungsunfähigkeit vom Weltverband UCI gesperrt und musste später Insolvenz anmelden. Ullrich schloss sich daraufhin dem italienischen Rennstall Bianchi an. Nach der Saison 2003 wechselte der Olympia-Sieger von 2000 ins T-Mobile-Team, das sich von Ullrich vor dem Hintergrund der Doping-Verdächtigungen im Fall Fuentes im August 2006 wieder trennte.
Mitte April hatte die Bonner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Ex-Radprofi wegen Betrugs zum Nachteil von Telekom gegen die Zahlung eines sechsstelligen Betrages eingestellt. Neben dem Rechtsstreit in Düsseldorf läuft vor dem Landgericht Hamburg ein weiteres Verfahren im Zusammenhang mit einem Doping-Verdacht gegen Ullrich. Der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke hatte den 34-Jährigen bezichtigt, dem spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes Geld für die Anschaffung illegaler Substanzen bezahlt zu haben. Dagegen klagte die Ullrich-Seite.
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