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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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30.05.2008 - (rsn) - Jens Voigt (CSC) hat auf dem 18. Teilstück den ersten Giro-Etappensieg seiner Karriere mit einem unnachahmlichen Solo gefeiert. Sein Sportlicher Leiter Kim Andersen hatte Zweifel über die lange Flucht, doch der 36-jährige Berliner verließ sich auf seinen Instinkt - mit Erfolg.
Als Voigt zu Beginn der Etappe den Sprung in die Ausreißergruppe geschafft hatte, staunte dieser nicht schlecht über die Besetzung. "Ich dachte nur `wow, da bin ich aber in einer guten Gruppe`"," sagte Voigt nach dem Rennen. "Neben Weltmeister Bettini und den beiden ehemaligen Trägern des Rosa Trikots Visconti und Bosisio habe ich mich richtig klein gefühlt."
Dennoch wollte der CSC-Routinier an diesem Tag seine Chance auf den Etappensieg nutzen - egal wie stark seine Begleiter auch waren. So setzte "Voigte" bereits knapp 40 Kilometer vor dem Ziel alles auf eine Karte. "Mir war klar, dass ich etwas probieren musste, bevor die anderen es taten. Im Sprint kann ich es nicht mit Bettini oder Bennati aufnehmen. Meine einzige Chance war eine Attacke weit vor dem Ziel. Zum Glück hat das geklappt. Es war ein unglaubliches Gefühl, die Ziellinie als Solist zu überqueren."
Für seinen Sportlichen Leiter Kim Andersen kam die Attacke eigentlich etwas zu früh. "Ich habe mich ganz auf einen Instinkt verlassen. Ich wusste, dass es eine "Alles-oder-Nichts-Situation" war." "Es hat aber wunderbar funktioniert", so Voigt.
Andersen fand nach dem Rennen lobende Worte für den Etappensieger. "Es war kein Geheimnis, dass Jens den Etappensieg wollte. Dass er es dann so perfekt umsetzen konnte, das ist schon sensationell. Eine so frühe Attacke schien zunächst ein großer taktischer Fehler zu sein. Jens fuhr heute aber in einer anderen Liga. Niemand konnte ihn stoppen."
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