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Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel (Milram) nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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11.07.2008 - Aurillac (dpa/rsn) - Stefan Schumacher hat sich im Stil eines Champions zurückgemeldet. Einen Tag nach dem unglücklichen Verlust seines Gelben Trikots imponierte der Gerolsteiner-Kapitän Team auf der 7. Tour-Etappe mit dem zweiten Platz hinter dem Tagessieger Luis-Leon Sanchez (Caisse d’Epargne).
Einen kleinen persönlichen Triumph feierte der Nürtinger vor allem, weil er im Schlussspurt nach 159 Kilometern in Aurillac Kim Kirchen, der am meisten von Schumachers Sturz profitierte, im Sprint der Verfolger noch abfing. Hinter dem Italiener Filippo Pozzato (Liquigas) wurde der Columbia-Kapitän Tagesvierter. Der 30-jährige Luxemburger, ohne Zweifel der stärkste Fahrer der ersten Tourwoche, überstand den gefährlichen Tagesabschnitt im Zentralmassiv ohne Einbußen und verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Mühe.
«Ich habe versucht, die Sache von gestern im Kopf wegzuschieben, positiv heranzugehen und die Etappe zu gewinnen. Heute war es tierisch schwer, es ging unheimlich zur Sache. Dabei hat die Tour noch gar nicht richtig begonnen», sagte Schumacher im Ziel.
Überschattet wurde die Etappe von den ersten Doping-Gerüchten dieser Tour. Die für die Kontrollen zuständige Französische Anti- Doping-Agentur AFLD bestätigte, dass bei etwa 20 Fahrern in Brest bei der obligatorischen Kontrolle vor dem Tour-Start Unregelmäßigkeiten in den Blutbildern aufgetreten waren. Die Befunde wurden dem Weltverband UCI mitgeteilt, der sie in die Unterlagen für die von allen Fahrern angelegten Biologischen Pässe einfließen lassen wird. Zunächst werden keine sportjuristischen Folgen erwartet.
Kirchen, der zum ersten Mal seit Charly Gaul (1958) das Gelbe Trikot wieder nach Luxemburg holte, nimmt die 8. Etappe von Figeac nach Toulouse mit unverändert sechs Sekunden Vorsprung auf den australischen Tour-Favoriten Cadel Evans (Silence-Lotto) in Angriff. Schumacher (+0:16) liegt weiter auf dem dritten Platz.
Ein direkter Schlagabtausch zwischen den Spitzenfahrern wird auf der ersten Pyrenäen-Etappe am Sonntag erwartet. Die schwerste der beiden Kletteretappen steht allerdings erst am Montag mit der Bergankunft in Hautacam auf dem Programm. «Wir werden sehen, was in den Pyrenäen passiert, und ob ich mit den besten Kletterern mithalten kann», sagte Kirchen.
Für den 24-jährigen Luis Leon Sanchez war es der bisher größte Erfolg seiner Karriere. Der Teamkollege von Alejandro Valverde, der Tagesfünfter wurde, ist vor allem als Helfer für seinen Kapitän eingesetzt, bekam aber auf der anspruchsvollen Etappe mit fünf Bergwertungen seine Chance- und nutzte sie in eindrucksvoller Manier. Sanchez rettete nach einer Attacke in der letzten Abfahrt sechs Sekunden Vorsprung auf die erste, 23 Fahrer starken Verfolgergruppe mit den meisten Favoriten ins Ziel. Erneut Zeit verlor der Italiener Damiano Cunego (Lampre), der 33 Sekunden nach dem Tagessieger das Ziel in der zweiten Verfolgergruppe erreichte, in der Markus Fothen (Gerolsteiner) und Christian Knees (Milram), der Spanier Haimar Zubeldia (Euskaltel), aber auch Sprinter wie Erik Zabel (Milram) und Thor Hushovd (Credit Agricole) dabei waren.
Kirchen verteidigte nicht nur das Gelbe Trikot erfolgreich, sondern baute auch in der Wertung um das Grüne Trikot seinen Vorsprung aus. Kirchen führt jetzt mit 119 Punkten vor dem neuen Zweiten, dem Spanier Oscar Freire (Rabobank/91) und dem Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole/90). Hinter Valverde (87) folgt Erik Zabel (Milram/72) auf dem fünften Platz. In der Bergwertung löste der Spanier David de la Fuente (Saunier Duval/28) den Franzosen Sylvain Chavanel (Cofidis/27), der 21 Minuten verlor, an der Spitze ab.
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