Zitat der Woche:
"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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25.07.2008 - (rsn/dpa/sid) – Auch auf der 19. Etappe der Tour de France kam ein Ausreißerduo durch. Über 165,5 Kilometer von Roanne nach Montlucon siegte in einem französischen Duell Sylvain Chavanel (Cofidis) vor seinem Landsmann Jeremy Roy (Fdjeux). Gerald Ciolek (Columbia) entschied 1:14 Minuten dahinter den Sprint des Feldes für sich. Erik Zabel (Milram) wurde Vierter, Heinrich Haussler (Gerolsteiner) Fünfter.
Chavanel, der wohl unermüdlichste Ausreißer bei der diesjährigen Tour, und Roy waren bei km75 davongefahren und hatten sich einen Vorsprung von maximal fünf Minuten erarbeitet. Im Zielsprint hatte der 29-jährige Chavanel, dessen zwei Jahre jüngerer Bruder Sebastien auf der 12. Etappe Zweiter geworden war, die größeren Reserven und feierte seinen ersten Tour-Etappensieg. Es war zugleich der dritte Erfolg eines Franzosen und der zweite der Cofidis-Equipe. Zuvor hatte der Franzose Samuel Dumoulin die 3. Etappe gewonnen.
„Ich wollte nicht den gleichen Fehler wie gestern Barredo machen und zu früh angreifen. Ich bin ganz ruhig geblieben und habe gewartet“, sagte der Sieger im Ziel. In Montlucon krönte Chavanel ein bisher erfolgreiches Jahr mit Siegen unter anderem bei Paris-Nizza, dem Pfeil von Brabant und der Katalonien-Rundfahrt. In der neuen Saison wird Chavanel beim belgischen Quick Step-Team fahren.
Mit seinem vierten Platz verbesserte sich Zabel in der Punktewertung auf Rang zwei hinter dem souverän führenden Spanier Oscar Freire (Rabobank). "Leider hat die Kraft nicht mehr gereicht, die beiden vorne noch einzuholen. Aber ich bin trotzdem zufrieden, wie der Sprint gelaufen ist", sagte der Milram-Kapitän. "Es gab etwas Uneinigkeit bei der Nachführarbeit und so sind wir zu spät hinterher gefahren. Es ist schade, denn wir hätten heute eine gute Chance gehabt. Aber ich bin nicht sauer. In Paris haben wir noch eine Chance.", sagte Ciolek nach seinem dritten Podiumsplatz bei dieser Tour über die vergebene Aufholjagd der Spürinterteams.
Vor der «Stunde der Wahrheit», dem Zeitfahren auf der vorletzten Etappe, blieb am Freitag im Gesamtklassement der 95. Tour de France auf den vorderen Plätzen alles beim Alten: Der Spanier Carlos Sastre (CSC-Saxo Bank) liegt als Spitzenreiter weiter 1:34 Minuten vor seinem vermutlich schärfsten Herausforderer Cadel Evans (Silence-Lotto). Der Australier gilt als der deutlich stärkere Zeitfahrer. Sastres luxemburgischer Teamkollege Fränk Schleck belegt weiter den zweiten Platz (+1:24) vor dem Österreicher Bernhard Kohl (Gerolsteiner/+ 1:33), der sein Bergtrikot bereits sicher hat.
Der Deutsche Meister Fabian Wegmann war indes nach mehreren Stürzen in den vergangenen zwei Wochen am Ende seiner Kräfte. Der Freiburger, der zudem mit einer Allergie zu kämpfen hatte, erreichte das Ziel außerhalb der Karenzzeit und wurde zusammen mit Juan Antonio Flecha (Spanien/Rabobank) sowie Romain Feillu (Frankreich/Agritubel) aus dem Rennen genommen. "Das ist sehr bitter. Fabian wollte unbedingt nach Paris. Ich habe noch mit der Jury telefoniert, doch sie hat nicht mit sich reden lassen", sagte Gerolsteiner-Teamchef Hans-Michael Holczer.
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