Profi-Radsport

Verbruggen: Radsport idealer Sündenbock

09.02.2001 - Paris (dpa) - Der Präsident des Internationalen Radsport- Verbandes (UCI), Hein Verbruggen, hat eine Amnestie für Doping-Sünder nicht gänzlich ausgeschlossen. «Man muss mich aber zuvor davon überzeugen, dass dies gut für den Radsport ist», sagte Verbruggen in einem Interview.

Darin übte er geharnischte Kritik an den Medien: «Der Radsport ist ein idealer Sündenbock. Die Journalisten können alles Mögliche über ihn schreiben. Man kann auf alles schießen, der Radsport ist immer ein Ziel.»

Die Tour de France stellte unterdessen am Freitag erstmals seit 1992 wieder einen neuen Großsponsor vor. Der Nestle-Konzern wird bei der wichtigsten Rad-Rundfahrt der Welt künftig mit einer international vertriebenen Mineralwassermarke werben. Dafür sollen in den kommenden drei Jahren insgesamt umgerechnet rund 25 Millionen Mark an die Organisatoren fließen. Die Tour werde in den kommenden Jahren ein Vorkämpfer gegen das Doping sein, erklärte ein Unternehmenssprecher dazu. Im Januar hatte das Kreditinstitut Credit Lyonnais einen möglichen Ausstieg aus dem Pool der Hauptsponsoren im Jahr 2003 angekündigt. Die Entscheidung über das weitere Engagement soll nach der diesjährigen Tour fallen.

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