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Zitat der Woche:

"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."

(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)

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Olympia

Deutsche Teamsprinter in der Zwischenrunde

15.08.2008 - Peking (dpa) - Die deutschen Radsportler gewannen mit Bronze im Teamsprint ihre langersehnte erste Olympia-Medaille in Peking und holten damit zum Auftakt der Bahn-Wettbewerbe im Velodrom Laoshan das nach, was den Straßen-Fahrern versagt geblieben war.

«Ich bin heute um Jahre gealtert», sagte der 21-jährige Levy. Nimke fühlte sich befreit: «Es lag eine große Last auf uns.» Im «kleinen Finale» hatte der BDR-Dreier Australien in 44:014 Sekunden mit der Winzigkeit von 8/1000 Sekunden bezwungen, bevor Großbritannien Gold vor Frankreich holte. Prinz Willem Alexander der Niederlande überreichte die Medaillen. Der nur 1,65 Meter große Enders, den seine Partner für einen Fotografen-Schnappschuss auf die Arme nahmen, verdrückte vor der Siegerehrung dezent ein paar Tränen. Der Cottbuser hatte durch einen zu frühen Antritt fast für einen Fehlstart und damit für ein kleines Durcheinander bei seinen Partnern gesorgt. «Dafür gebe ich ihnen nachher einen aus», versprach Enders. Nach dem Sieg in der Zwischenrunde über Japan hatte sich der Erfurter geschworen: «Die Medaille geben wir nicht mehr her.»

Der 30 Jahre alte Schlussfahrer Nimke war im entscheidenden Lauf nach den Start-Schwierigkeiten über sich hinausgewachsen und hatte das Rennen aus dem Feuer gerissen. Zuvor hatten Anfahrer Enders und Levy in der Führung noch hinter den Australien gelegen. «Wir wussten erst nicht, ob wir vor Freude lachen oder weinen sollten. Erstmal haben wir uns alle umarmt und gegenseitig versichert: Ja - wir haben sie wirklich», freute sich der Schweriner Routinier Nimke, der in Peking seine dritten Spiele erlebte und weitere Großtaten anstrebt: «Dieses junge Team mit mir als Altem hindrauf hat Zukunft.»

Der Olympiasieger von Athen, von dem in Peking nur noch Nimke übriggeblieben ist, hatte in der Zwischenrunde Japan sicher mit der drittschnellsten Zeit (43,699 Sekunden) ausgeschaltet. Zum Einzug in das «große Finale» fehlten den deutschen Fahrern nur 43/100 Sekunden hinter dem dreifachen Weltmeister Frankreich (43,656), der sich im Kampf um Gold Vize-Weltmeister Großbritannien geschlagen geben musste. Die Briten in der Besetzung Chris Hoy, Kenny Jason und Jamie Staff ließen dem dreifachen Weltmeister Frankreich keine Chance: Sie überfuhren die Franzosen (43,651) im nicht voll besetzten Velodrom mit 43,128. Im Gegensatz zu Frankreich hatten die deutschen Fahrer während der drei Läufe nicht gewechselt.

In der Qualifikation der 4000-Meter-Einzelverfolgung fuhr der Goldmedaillengewinner von Athen, der Brite Bradley Wiggins vom T- Mobile-Nachfolger Columbia, in 4:15,031 Minuten Olympischen Rekord. Er hielt die alte Bestmarke mit 4:15,165. Deutsche Fahrer waren zum ersten Mal seit 1952 nicht in der Einzelverfolgung qualifiziert. Verena Jooß aus Karlsruhe schied in der Qualifikation der 3000 Meter- Verfolgung mit 3:44,480 Minuten aus.