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"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."

(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)

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Auch Klödens Start nicht sicher

Zabel: Lieber Vuelta als D-Tour

19.08.2008 - Hamburg (dpa) - Die Deutschland Tour muss auf ihr Zugpferd Erik Zabel verzichten. Wie der WM-Dritte Stefan Schumacher (Gerolsteiner) zieht der 38 Jahre alte Milram-Kapitändie parallel stattfindende Spanien-Rundfahrt (30. August bis 21. September) dem wichtigsten deutschen Radrennen vor.

«Er hat im Vertrag stehen, dass er die Vuelta fahren darf», sagte Milram-Teamchef Gerry van Gerwen. Zabel will im Herbst seiner langen Karriere erstmals die drei großen Rundfahrten in Italien, Frankreich und Spanien in einer Saison bestreiten.

«Erik Zabel ist sportlich wie menschlich immer eine Bereicherung für die D-Tour. Entsprechend bedauern wir es natürlich, dass er in diesem Jahr nicht bei uns startet», reagierte Reinald Achilles vom D-Tour-Veranstalter Upsolut auf Zabels Absage. Ausgerechnet beim Start der Jubiläumsauflage am 29. August in Kitzbühel wird der Routinier, der insgesamt 13 Etappensiege bei der Deutschland-Tour verbuchen konnte und siebenmal die Sprintwertung gewann, zum zweiten Mal nach 2005 nicht dabei sei. Auch seine Milram-Spitze dürfte über Zabels Entscheidung nicht besonders glücklich sein, da die Equipe in diesem Jahr den Fokus auf die nationalen Wettbewerbe richten wollte. «Das ist für uns nicht überraschend. Wir haben von Anfang an gewusst, dass er vielleicht die Deutschland-Tour nicht fährt», meinte van Gerwen.

Beim Prolog im österreichischen Skiort Kitzbühel werden wegen des unglücklichen Rennkalenders einige prominente Namen fehlen: Wie der zweifache Tour-de-France-Etappensieger Schumacher vom Gerolsteiner-Team und Zabel wird vielleicht auch Andreas Klöden (Astana) die Reise nach Spanien der 10. Deutschland-Tour vorziehen. Die Teilnahme von Klöden, der in der kommenden Woche seine Entscheidung bekanntgeben will, sei «unklar», sagte Achilles am Dienstag. «So eine Riesenkonkurrenz wie die Vuelta ist niemals gut, aber die Deutschland-Tour hat einen richtig guten Namen und einen eigenen Charakter», meinte van Gerwen weiter.

Der Niederländer ist davon überzeugt, dass «viele gute Namen» im Tour-Starterfeld auftauchen werden. Neben dem Münsteraner Linus Gerdemann (Columbia) zählt der zweifache D-Tour-Champion Jens Voigt vom Team CSC-Saxo Bank zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg am 6. September in Bremen. Der Berliner räumt sich selbst allerdings wenig Chancen auf den Titel-Hattrick ein. «Ich würde mich sehr wundern, wenn ich bei der Deutschland-Tour vorne mitfahren könnte, auch wenn ich mich natürlich gerne irren würde», hatte der Olympia-Teilnehmer jüngst in Peking mit Blick auf sein Vorbereitungsprogramm erklärt.