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"Ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen werde, dass mich die Leute jetzt Sir Chris nennen."
(Der von der Queen zum Ritter geschlagene vierfache Bahn-Olympiasieger Chris Hoy)
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02.09.2008 - (dpa/rsn/sid) – Erstmals haben die Sprinter bei der D-Tour zugeschlagen: André Greipel gewann die 4. Etappe über 174 km von Wiesloch nach Mainz nach mustergültiger Vorarbeit seiner beeindruckend starken Columbia-Mannschaft im Massensprint vor dem Australier Robbie McEwen (Silence-Lotto) und Robert Förster (Gerolsteiner). Greipels Teamkollege Linus Gerdemann verteidigte sein Gelbes Trikot.
Der 26 Jahre gebürtige Rostocker untermauerte mit seinem 12. Saisonsieg die Dominanz des Columbia-Teams um Spitzenreiter Gerdemann. «Ein großer Dank an die Mannschaft. Es war klasse, wie sie den Spurt angefahren hat und mir vertraut hat», sagte Greipel nach dem Rennen und widmete den Sieg nachträglich seiner Freundin zum Geburtstag.«Im letzten Jahr hat Greipel soldatentreu jeden Sprint für Gerald Ciolek vorbereitet. Jetzt hat Gerald sich revanchiert», sagte Columbia-Sportdirektor Rolf Aldag.
Sein Kapitän Gerdemann erlebte derweil einen ruhigen Tag und führt zur Halbzeit der 10. Deutschland-Tour die Gesamtwertung weiter vor seinem schwedischen Team-Kollegen Thomas Lövkvist (+0:17) und dem Slowenen Janez Brajkovic (Astana/+0:20) an. Der in Kreuzlingen in der Schweiz lebende Gerdemann ist zuversichtlich, dass das Gelbe Trikot bis zum abschließenden Zeitfahren am Samstag in den Reihen von Columbia bleibt. Dann könnte es in Bremen zu einem teaminternen Duell gegen Lövkvist um den Gesamtsieg kommen. «Wir verstehen uns gut und spielen die doppelte Karte. Ein Ass soll am Ende stechen», hatte Gerdemann vor der 4. Etappe gesagt. «Morgen müssen wir aufpassen, das wird höllisch schwer. Priorität hat ganz klar das Gelbe Trikot», blickte Aldag schon auf die Etappe am Mittwoch.
Mann des Tages war aber unbestritten Greipel. Er profitierte im Finale von der Unterstützung seines Team-Kollegen Gerald Ciolek, der für ihn den Spurt anfuhr. «Wir mussten nicht agieren und hatten daher die besten Karten bei uns», erklärte Greipel die Erfolgsformel von Columbia, das mittlerweile vier von fünf Trikotwertungen anführt. Schon in der Vorwoche hatte der Greipel bei der Eneco- Tour mit einem Etappensieg und dem fünften Gesamtrang seine Top-Form bewiesen. Den größten Erfolg seiner Karriere hatte er in diesem Jahr mit einem Tagessieg beim Giro d`Italia gefeiert.
Einen Tag vor der letzten Bergankunft im sauerländischen Winterberg zeigte sich erstmals auch Vorjahressieger Jens Voigt (CSC-Saxo Bank), der in der Gesamtwertung keine Rolle spielt, an der Spitze. Dreimal griff er an, doch der 36-jährige Berliner konnte sich nicht absetzen. Bei einer weiteren Attacke ging dann auch das Führungstrio um Gerdemann mit, aber auch diese Tempoforcierung erwies sich als Intermezzo. Ebenso erging es letztlich dem Belgier Tom Stubbe (Fdjeux) und dem Franzosen Thomas Voeckler (Bouygues Telecom), deren Fluchtversuch dank der Arbeit der Sprinterteams knapp sieben Kilometer vor dem Ziel sein Ende fand, so dass es in der Mainzer Innenstadt zum erwarteten Massenspurt kam.
Am Mittwoch steht bei der Fahrt von Mainz nach Winterberg eine mittelschwere Bergankunft auf dem Programm. Das mit 218,4km längste Teilstück der diesjährigen Deutschland-Tour endet mit einem 10km langen Schlussanstieg zum Ziel an der Winterberger Bobbahn (772m). Zwei weitere Bergwertungen machen das Rennen auf den letzten 60km zusätzlich schwer.
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