Zitat der Woche:
"Nächstes Jahr hoffe ich allerdings, wieder Rad zu fahren.”
(Kim Kirchen, der Ende Juni einen Herzstillstand erlitten hat.)
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03.09.2008 - Winterberg (dpa/rsn) - Sprinter Gerald Ciolek hat den Bergspezialisten ein Schnippchen geschlagen und die Columbia-Festtage bei der Deutschland Tour fortgesetzt. Einen Tag, nachdem er seinem Rostocker Teamkollegen André Greipel zum Sieg verholfen hatte, entschied der 21-jährige Pulheimer die letzte Bergankunft an der 772 Meter hohen Bobbahn in Winterberg dank eines beherzten Schlussspurts für sich.
Bei strömendem Regen fiel die Entscheidung erst auf der nur 400 Meter kurzen, aber extrem steilen Schlussrampe hinauf zur Bobbahn. Mit einem langen Spurt düpierte Ciolek alle Klassement-Fahrer und strich nach seinem Vorjahres-Hattrick seinen vierten Tagessieg bei der D-Tour ein. "Solche Anstiege liegen mir. Ich musste es auf den letzten Metern nur noch zu Ende bringen", sagte der Sprinter.
Sein Kapitän Gerdemann, dessen Gelbes Trikot von einer Regenjacke verdeckt wurde, führt die Gesamtwertung weiter vor seinem schwedischen Teamkollegen Thomas Lövkvist (+17 Sekunden) und dem Slowenen Janez Brajkovic (Astana/+20) an und hat nun beste Chancen, erstmals sein Heimrennen zu gewinnen.
Der Münsteraner musste bei seiner letzten Bewährungsprobe vor dem entscheidenden Zeitfahren am Samstag in Bremen aber Schwerstarbeit verrichten. Bei Dauerregen und ungemütlichen Temperaturen um die zehn Grad hatte der 25-Jährige drei Bergwertungen und viele Attacken zu parieren. "Es war sehr, sehr schwer wegen des Regens und der Kälte. Ich hatte Angst, mir schlafen die Beine ein. Ich habe nur gefroren", erklärte Gerdemann erschöpft im Ziel.
Auf den kommenden beiden Etappen nach Neuss und Georgsmarienhütte haben Ciolek und Greipel noch mal gute Chancen. Es werden Sprintankünfte erwartet, so dass die Spitzenfahrer Kräfte für den Showdown am Samstag in Bremen sammeln önnen.