Profi-Radsport

Labor weist Zweifel des Schumacher-Lagers zurück

Dopingexperte: "Der Test ist hundertprozentig sicher"

11.10.2008 - Hamburg (dpa) - Der Dopingexperte Neil Robinson hat Zweifel an der Zuverlässigkeit der nachträglichen Tests zurückgewiesen, die zu den positiven Befunden bei Stefan Schumacher geführt haben. «Der Test nach der Tour de France ist hundertprozentig sicher. Wir haben klinische Studien durchgeführt, um sicher zu sein, dass die Ergebnisse, die wir weitergeben, hundertprozentig abgesichert sind», sagte der Experte für Blutdoping vom Lausanner Labor der ARD-Sportschau-Redaktion.

Mit verfeinerten Analysemethoden waren Proben der 95. Frankreich-Rundfahrt noch einmal getestet worden. Dabei wurden Schumacher und der Italiener Leonardo Piepoli positiv auf das EPO-Präparat CERA getestet. Schumacher bestreitet bis heute gedopt zu haben, sein Anwalt Michael Lehner und Manager Heinz Betz hatten in den vergangenen Tagen Zweifel an den Ergebnissen der nachträglichen Tests geäußert.

Bedenken vor juristischen Problemen im Zusammenhang mit den Befunden hat Robinson nicht: «Wir glauben nicht, dass es vor Gericht Probleme geben wird, denn wir haben Hand in Hand mit allen verantwortlichen Stellen gearbeitet. Und das Pariser Labor hat ja auch eine Analyse mit einem anderen Testverfahren gemacht.» Die Tests seien sowohl in Lausanne als auch in dem Pariser Labor Chatenay-Malabry mit unterschiedlichen Verfahren zu den gleichen Ergebnissen gekommen.