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13.10.2008 - (sid/rsn) - Der bei der Tour de France des Dopings überführte Italiener Riccardo Ricco hat das EPO-Präparat CERA von dem einschlägig bekannten italienischen Arzt Carlo Santuccione erhalten. Das geht aus den Unterlagen des nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) hervor, das den zweimaligen Etappensieger Ricco mittlerweile für zwei Jahre gesperrt hat.
Wegen seines Geständnisses und der Kooperation mit dem CONI sollte Riccos Sperre eigentlich um sechs Monate reduziert werden. Die Zusammenarbeit mit dem wegen seiner Dopingmachenschaften lebenslang gesperrten Sportmediziner verlängerte die Sperre aber wieder auf die ursprünglichen zwei Jahre.
Aus den Unterlagen von Riccos Vernehmung geht hervor, dass die Kontakte zu Santuccione seit 2007 bestanden und dass der sportliche Leiter aus Riccos Amateurzeiten, Daniele Tortoli, die ersten Kontakte hergestellt hatte.
Ricco hatte Santuccione am 8. Juni aufgesucht, eine Woche, nachdem er den Giro d'Italia als Zweiter beendet hatte. Der Arzt riet Ricco, CERA am Tag vor dem Tour-Start zu spritzen. Das Mittel könne nicht nachgewiesen werden, und der leistungssteigernde Effekt stelle sich eine Woche später ein, so Santuccione .
Ricco wurde aber bereits während der Tour positiv auf EPO getestet und danach von seinem Rennstall Saunier Duval suspendiert. Derzeit untersucht die französische Anti-Doping-Agentur (AFLD) nachträglich die Blutproben der Tour mit einem neuen Verfahren, durch das CERA besser nachweisbar ist. Am Montag wurde eine positive Probe des Tour-Dritten Bernhard Kohl aus Österreich bekannt, eine Woche zuvor waren dessen Gerolsteiner-Teamkollege Stefan Schumacher aus Nürtingen und der Italiener Leonardo Piepoli erwischt worden. Zudem wurden bei Ricco zwei weitere Proben positiv getestet.
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