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23.11.2008 - Frankfurt/Main (dpa) - Das Präsidium des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) und die Vertreter der Landesverbände haben bei ihrer Herbsttagung in Frankfurt/Main die Weichen für die Zukunft gestellt. Den Tagungsteilnehmern wurde unter anderem die neue BDR-Satzung vorgestellt, die am 21. März bei der Bundeshauptversammlung in Leipzig, bei der auch Präsidiumswahlen anstehen, verabschiedet werden soll. Dabei könnte sich der von mehreren Seiten kritisierte BDR-Chef Rudolf Scharping mit einem Gegenkandidaten konfrontiert sehen. Jan Zöllner (Bad Camberg), Chefarzt der Orthopädie an der Helios-Klinik in Idstein, wurde als neuer Anti-Doping-Koordinator präsentiert.
Einer der Schwerpunkte der diskutierten neuen BDR-Satzung ist die Einbindung des NADA-Codes 2009 sowie die Aufnahme des Deutschen Instituts für Sportgerichtsbarkeit (DIS) als Berufungsinstanz in Dopingfragen. Vorgestellt wurde auch die zur Neueinführung anstehende Institution eines Verbandsrates, der sich aus Mitgliedern des Präsidiums und der Landesverbände zusammensetzen und ebenfalls im März als neues BDR-Organ installiert werden soll. Er soll zum ersten Mal im November 2009 tagen und Kompetenzen im Anti-Doping-Kampf haben.
Die neue Satzung wird auch eine Rechts- und Verfahrensordnung sowie die Möglichkeit von empfindlichen Geldstrafen im Fall von Dopingvergehen beinhalten. «Ich bin zuversichtlich, dass diese neue und moderne Satzung inklusive aller Nebenordnungen im nächsten Frühjahr steht und von der Bundeshauptversammlung auch angenommen wird», sagte BDR-Generalsekretär Martin Wolf.
Ein wichtiges Thema der Herbsttagung in Frankfurt war die Finanzsituation des Verbandes. Wolf stellte dazu fest, «dass das Haushaltsjahr 2008 trotz aller Probleme vermutlich mit einem ausgeglichenem Ergebnis endet.» Im Haushalt des Jahres 2009 bestünde derzeit trotz Sparmaßnahmen eine Lücke von 300.000 Euro. Wolf: «Wir liegen aber in guten Verhandlungen mit verschiedenen Sponsoren, um diese Deckungslücke zu schließen».
Am Vorabend des Treffens in Frankfurt hatte der BDR finanzielle Planungssicherheit für seine Projekte bekommen. Nach einer Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages wird der Verband im kommenden Jahr Bundes-Mittel in Höhe von 2,6 Millionen Euro erhalten und muss nicht mehr länger eine Haushaltssperre befürchten.
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