Positiv getesteter Belgier verklagt Silence-Lotto

Leukemans sieht sich als Opfer einer Intrige


Björn Leukemans

Foto: ROTH

05.01.2009  |  (rsn) – Der im Oktober 2007 positiv auf Testosteron getestete Belgier Björn Leukemans sieht sich als Opfer einer Intrige zweier Ärzte seiner damaligen Silence-Lotto-Mannschaft gegen einen dritten Teamarzt. Der 31-Jährige nannte die Umstände seines positiven Tests „verdächtig“ und gab zu verstehen, dass er ein Opfer in einem Machtkampf zwischen den Ärzten von Silence-Lotto geworden sei.

Demnach habe sich Kapitän Cadel Evans dafür eingesetzt, dass Sam Vermeire als Teamarzt mit zur Tour de France genommen werde. Das wiederum habe dessen beiden Kollegen nicht gefallen. Leukemans hatte nach dem positiven Test behauptet, Vermeire hätte ihm ein Medikament verschrieben, das schließlich zu dem positiven Test geführt habe. Daraufhin war Leukemans zunächst zu einer zweijährigen Sperre verurteilt worden. Die Entscheidung wurde aber von einem belgischen Gericht wieder einkassiert. Im August 2008 wurde Leukemans dann zu einer endgültigen Sperre von sechs Monaten (rückwirkend vom November 2007 bis zum Mai 2008) und einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt.

Leukemans, der mittlerweile einen Vertrag beim neuen niederländischen ProContinental-Rennstall Vacansoleil unterschrieben hat, will die Geldbuße aber nicht zahlen. Er habe zwischen 150.000 und 200.000 Euro verloren, so der Flame gegenüber der belgischen Zeitung De Morgen, und deshalb Silence-Lotto auf Zahlung seines ausstehenden Gehalts für das Jahr 2008 verklagt.

Quelle: cyclingnews.com

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