Pollack und Stam schwer gestürzt

Zabel/Lampater gewinnen Bremer Sechstagerennen


Erik Zabel (l) und Leif Lampater lassen sich in Bremen feiern.

14.01.2009  |  Bremen (dpa/rsn) - Erik Zabel und Leif Lampater haben das 45. Bremer Sechstagerennen gewonnen. Überschattet wurde der Sieg der Topfavoriten allerdings durch einen schweren Sturz elf Runden vor dem Ende des Rennens.

Olaf Pollack, der bis zu diesem Zeitpunkt noch um den Gesamtsieg kämpfte, wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch in eine Bremer Klinik gebracht. Der Niederländer Danny Stam, der eine schwere Hüftprellung erlitt, wurde ebenfalls stationär behandelt. Bereits am Montag war der gemeinsam mit Robert Bartko in Führung liegende Andreas Beikirch gestürzt und hatte sich dabei einen Wirbelbruch zugezogen.

Nach einer knappen halben Stunde Pause entschieden die Jury und die sportliche Leitung, das Rennen fortzusetzen. Lampater/Zabel setzten sich schließlich mit 431 Punkten gegenüber den rundengleich Olaf Pollack/Franco Marvulli (416 Punkte durch). Dritte wurden Bruno Risi/Danny Stam.

Die Freude des Siegerpaares Zabel/Lampater fiel nach dem Sturz entsprechend verhalten aus. "Es ist schade, dass das Rennen so zu Ende geht", sagte Leif Lampater. "Wir sind eine große Familie und ich hoffe jetzt vor allem, dass es meinen Kollegen bald wieder bessergeht." Für Zabel war es das vorletzte Profirennen seiner Karriere. Der 38-Jährige wird vom 22. bis 27. Januar noch an der Seite von Robert Bartko beim Sechstagerennen in seiner Heimatstadt Berlin an den Start gehen, ehe er auch seine Bahnkarriere beendet. „Ich weiß, dass es etwas abgedroschen klingt“, sagte der nach Siegen erfolgreichste deutsche Profi, „aber wie heißt es immer? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist – und in Bremen war es immer besonders schön.“

Veranstalter Frank Minder zog trotz des Sturzes am Finaltag ein positives Fazit. „Wir haben die Marke von 128.400 Zuschauern aus dem Vorjahr fast erreicht. Wir haben immer gesagt, dass uns alles plus oder minus fünf Prozent absolut glücklich macht.“ Nach Aussage des Sechstage-Chefs sei Bremen damit immer noch „im Tal der Seligen“ und liege weiterhin gegen den Abwärtstrend. „Ich habe hier einmal mit einem Paddelboot angefangen. Inzwischen ist das Sechstagerennen ein Ozeanriese, und ich möchte wirklich nicht, dass der sinkt – im Sinne des Radsports, der Veranstaltung und Bremens“, so Minder.

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Tour du Faso (2.2, 000)
  • Vuelta a Guatemala (2.2, GUA)
  • Tour of Taihu Lake (2.1, CHN)

Newsletter:

DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM