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14.01.2009 - (rsn) - Die Rabobank-Fahrer werden sich in dieser Saison zusammenreißen müssen, ansonsten kann es teuer für sie werden. Das niederländische ProTour-Team hat eine Liste von Verstößen erstellt, die Warnungen, Bußgelder und sogar den Rauswurf nach sich ziehen.
Die Fahrer sind von dieser “Team-Knigge” wenig begeistert. "Wir werden wie Kinder und nicht wie Topathleten behandelt", beschwerte sich ein Profi, der anonym bleiben möchte, bei telegraaf.nl. Ein weiterer Fahrer berichtete – ebenfalls anonym - sportweek.nl: "Wir akzeptieren, dass die Anti-Dopingregeln streng sind, aber manche andere Dinge sind schlichtweg absurd. Erwachsene Menschen sollten anders miteinander umgehen. Das Ganze ist nicht förderlich für den Zusammenhalt des Teams.”
Die Liste umfasst neben Fahren ohne Helm (1.000 Euro Strafe) das Verpassen eines Fluges, Aufenthalte unerlaubter Gäste auf dem Hotelzimmer, Interviews ohne Einverständnis des Teams oder negative Aussagen über das Team. Ein offizieller Verweis durch den Weltverband UCI und ein positiver Dopingtest nach der Einnahme von Partydrogen führen jeweils zum Rauswurf. Ein Fahrer, der seinen Flug verpasst, muss das Ticket selbst zahlen. Mehrere verpasste Flüge können mit bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Die Höhe der Bußgelder hängen auch vom Einkommen ab: So müssen Fahrer, die mehr als 350.000 Euro jährlich verdienen, höhere Strafen zahlen als ihre schlechter verdienenden Teamkollegen.
Rabobanks Sportdirektor Erik Breukink steht hinter diesen Maßnahmen: "Die neuen Regeln zwingen die Radfahrer dazu, mehr Verantwortung zu übernehmen. Manche erkennen das nicht und stellen sich deshalb quer. Das Verhalten eines Mitgliedes hat großen Einfluss auf das Image des Teams. Die Fahrer werden sich daran gewöhnen müssen."
Quelle: cyclingnews.com