Belgier bereut inzwischen Doping

Museeuw: EPO in einer Kölner Apotheke gekauft


Johan Museeuw

Foto: ROTH

21.01.2009  |  (sid/rsn) - Der als Doper überführte ehemalige Klassiker-König Johan Museeuw hat sich offenbar in Köln mit verbotenen Mitteln eingedeckt. Das schilderte der Belgier, der jüngst zu einer Haftstrafe von zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden war, in seinem Buch. "Ich war in Köln, habe in einer Tiefgarage geparkt und anschließend eine Apotheke betreten. Ich habe dem Apotheker auf einem Papier gezeigt, was ich brauche", schrieb der 43-Jährige, der in seiner Karriere unter anderem je dreimal die Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix gewann. „Der Apotheker sagte mir etwas, was ich nicht verstanden habe, und gab mir ein kleines Paket. Ich zahlte in bar, zwischen 50 und 100 Euro. Der Apotheker wollte von mir nichts weiter haben. Offensichtlich sind EPO und Aranesp in Deutschland frei erhältlich gewesen.“

Museeuw war im Zuge der Ermittlungen gegen den Veterinär Jose Landuyt überführt worden. Der geständige Tierarzt aus Oostrozebeke hatte Sportler mit muskelbildenden Medikamenten versorgt. Mit der Aufzeichnung von Handygesprächen und SMS-Mitteilungen konnte die Justiz auch Museeuw nachweisen, dass er sich mit den Dopingmitteln EPO, Aranesp und Dexomethason versorgt hatte. Im Januar 2007 hatte der Klassikerspezialist ein spätes Dopinggeständnis abgelegt.

Museeuw bereut inzwischen, zu Dopingmitteln gegriffen zu haben. "Ich bin nur ein Mensch aus Fleisch und Blut. Ich schwebte auf einer Wolke. Ich war der König und wollte auf dem Thron bleiben. Deswegen meine Flucht zu EPO", sagte der Ex-Weltmeister.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Vuelta a España (2.UWT, ESP)
  • Radrennen Männer

  • Tour de l'Avenir (2. Ncup, FRA)
  • Top Compétition (1.2, BEL)
  • Coppa Agostoni - Giro delle (1.1, ITA)
  • Tour do Rio (2.2, BRA)
  • Tour of China I (2.1, CHN)
DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM