Nach Entscheidung des Madrider Bezirksgerichts

McQuaid begrüßt Wiederaufnahme der "Operacion Puerto"


Der Chef des Rad-Weltverbandes (UCI), Pat McQuaid, bei der Präsentation der Tour de France 2009 in Paris.

Foto: ROTH

21.01.2009  |  (sid) – UCI-Chef Pat McQuaid hat die Wiederaufnahme der Ermittlungen im Skandal um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes begrüßt. "Ich hoffe die Justiz kommt diesmal zu einem Ende. Wenn Radsportler involviert sind, haben wir die Möglichkeit, sie zu bestrafen", sagte der Präsident des Weltradverbandes.

Das Madrider Bezirksgerichts hatte am 12. Januar die Wiederaufnahme mit dem Verdacht der gesundheitlichen Gefährdung der Allgemeinheit angeordnet und eine Entscheidung von Richter Antonio Serrano revidiert. Serrano hatte den Fall bereits zweimal zu den Akten gelegt.

Bei der "Operacion Puerto" hatten die spanischen Dopingfahnder im Mai 2006 die Madrider Praxis des ehemaligen Kelme-Teamarztes Dr. Eufemiano Fuentes durchsucht. Dabei waren Blutbeutel und Namenslisten von rund 200 Kunden gefunden worden, darunter rund 50 Radprofis.

McQuaid hofft, dass bei den Ermittlungen auch die Namen von Athleten anderer Sportarten ans Tageslicht kommen. "Fuentes hat selbst gesagt, 30 Prozent seiner Klienten seien Radfahrer gewesen. Wo sind die anderen 70 Prozent?", fragte der Ire.

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