"Comeback ist exzellent für den Radsport"

McQuaid glaubt nicht an achten Toursieg von Armstrong


Der Chef des Rad-Weltverbandes (UCI), Pat McQuaid, bei der Präsentation der Tour de France 2009 in Paris.

Foto: ROTH

23.01.2009  |  Berlin (dpa) - UCI-Chef Pat McQuaid findet nur lobende Worte über das Comeback des siebenfachen Toursiegers Armstrong. McQuaids Aufatmen - endlich gute Nachrichten - war förmlich zu hören: „Das Comeback ist exzellent für den Radsport. Am vergangenen Montag gab es überall auf der Welt nur positive Artikel über Lance“, sagte McQuaid am Rande des Berliner Sechstagerennens.

 Den von der französischen Sportzeitung „L`Équipe“ im Jahr 2005 veröffentlichten Nachweis, dass Armstrong 1999 mit EPO gedopt hätte, nannte McQuaid eine „Zeitungsstory“. Das Blutdopingmittel konnte vor zehn Jahren noch nicht nachgewiesen werden, und die nachträgliche Analyse „zu wissenschaftlichen Zwecken“ hätte keine sportrechtliche Relevanz. „Als ab 2000 auf EPO getestet wurde, war Armstrong bei jeder Kontrolle negativ“, sagte der UCI-Präsident.

Laut McQuaid gehe es Armstrong bei der Rückkehr in erster Linie um die Arbeit für seine Krebs-Stiftung und um eine Art Charme-Offensive zur Image-Verbesserung. An einen achten Toursieg glaubt er nicht: „Er wird Alberto Contador zum Toursieg führen und damit endlich die Herzen der Franzosen erobern“, tippt McQuaid und glaubt nicht mehr an die bedingungslose sportliche Besessenheit des Perfektionisten aus Texas.

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Amstel Gold Race (1.UWT, NED)
  • Radrennen Männer

  • Tour du Loir et Cher E Provost (2.2, FRA)
  • Grand Prix of Adygeya (2.2, RUS)
  • Tro-Bro Léon (1.1, FRA)
DATENSCHUTZ    |    KONTAKT    |    IMPRESSUM