Profi-Radsport

Neuer Doping-Fall im deutschen Radsport

26.02.2001 - Berlin (dpa) - Der deutsche Radsport hat einen weiteren Doping- Fall. Wie der stellvertretende Generalsekretär des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR), Karsten Schütze, der dpa bestätigte, liegt dem Verband eine positive Dopingprobe vor. «Das Ergebnis einer A- Probe war positiv.

Der Sportler weiß bescheid», erklärte Schütze, wollte aber den Namen nicht nennen. «Im Gegensatz zu anderen Verbänden wird der BDR erst an die Öffentlichkeit gehen, wenn auch die B-Probe auf Wunsch des Sportlers oder der Sportlerin geöffnet wurde. Das kann sechs bis acht Wochen dauern», sagte der BDR- Funktionär.

Nach Informationen der «Netzeitung» war bei einem Athleten oder einer Athletin ein überhöhter Coffein-Wert festgestellt worden. BDR-Vizepräsident Burckhard Bremer wollte den positiven Doping-Test zunächst nicht kommentieren: «Ich bestätige diesen Fall nicht, dementiere ihn aber auch nicht. Mehr sage ich dazu derzeit nicht. Sollte es einen solchen Fall geben, warte ich erst einmal ein entsprechendes Schreiben des Weltverbandes UCI oder der Anti-Doping- Kommission ab», sagte Bremer. Die positive Probe soll bei einem der letzten Sechstage-Rennen (Bremen, Stuttgart oder Berlin) genommen worden sein.

Zuletzt hatte der «Fall» Andreas Kappes im deutschen Radsport für Aufregung gesorgt. Beim Kölner Profi war ein erhöhter Nandrolon-Wert festgestellt worden. Dennoch wurde Kappes freigesprochen, da verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel zu dem erhöhten Wert geführt haben sollen. Der BDR berät in diesem Fall derzeit über weitere Schritte.