Niermanns Saison auf Video
Rabobank-Profi Grischa Niermann erklärt, wie er sein Rad gegen den Winter wappnet. [weiter]
Aktuelle Nachrichten
Tour-Blog
Ergebnisse
Teams
Fahrer
Videos
Live-Ticker
TV-Termine
Giro d'Italia 2010
Tour de France 2010
Vuelta a España 2010
Archiv
Links
Radsport-Shop
Lexikon
Mobil / WAP / PDA
Homepage-News
RSS-Feed
Radsport-Aktiv.de
Radsport-News.com
Mediadaten
Produktinformationen
Datenschutz
Kontakt / Impressum
10.05.2009 - Triest (dpa/rsn) - Mark Cavendish (Columbia-Highroad) hat beim 92. Giro d`Italia sein Rosa Trikot zwar verteidigt. Aber im Massensprint der 2. Etappe fand der 23-jährige Brite in Alessandro Petacchi (LPR Brakes) seinen Meister. Nach dem Erfolg seines Teams im Mannschafts-Zeitfahren zum Giro-Auftakt auf dem Lido von Venedig musste Cavendish am zweiten Tag der Italien-Rundfahrt einen kleinen Dämpfer hinnehmen.
Petacchi hatte im Massensprint nach 156 Kilometern von Jesolo nach Triest die Nase deutlich vorn und feierte seinen 20. Giro-Tagessieg. Auf Platz drei fuhr der junge Brite Ben Swift (Katjuscha), Vierter wurde der Australier Allan Davis (Quick Step), Platz fünf ging an den US-Amerikaner Tyler Farrar (Gramin-Slipestream). Seine Führung im Gesamtklassement baute der 23 Jahre alte Brite Cavendish dagegen auf 14 Sekunden auf seinen australischen Teamkollegen Mark Renshaw aus.
„Ich habe die vergangenen beiden Tage überlegt, wie ich Cavendish schlagen könnte“, sagte Petacchi, der den Sieg seiner Frau und seinem Baby Alessandro widmete. „So einen Sprint wie heute, Kopf an Kopf, bin ich noch nie gefahren. Cavendish ist ein großer Gegner, immer korrekt.“
„Ich habe mein Team heute im Stich gelassen“, so Cavendish selbstkritisch. „Es hat mich im Finale perfekt abgeliefert, aber ich bin später angetreten, um es einfacher für mich zu machen. Aber dann ist Alessandro an mir vorbei gesprungen – und wenn er erst mal angetreten ist, kannst du ihn nicht schlagen.“
Milram-Sprintkapitän Robert Förster hatte mit der Entscheidung nichts zu tun. Bester deutscher Fahrer war sein Teamkollege Thomas Fothen (Milram) auf Rang elf. Für einen weiteren Milram-Fahrer war der Jubiläums-Giro schon am zweiten Tag beendet. Der 25 Jahre alte Matthias Russ musste nach einem Sturz im Feld 25 Kilometer vor dem Ziel auf dem abschließenden Rundkurs in Triest das Rennen aufgeben. Der Kletterspezialist wurde mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert.
Lange Zeit stand die Etappe ganz im Zeichen von Leonardo Scarselli (ISD). Der 34-jährige Italiener hatte sich bei frühsommerlichen Temperaturen schon bei Kilometer neun abgesetzt und zwischenzeitlich gut acht Minuten Vorsprung herausfahren können. Das Feld ließ den Ausreißer auf flachem Terrain zunächst an der langen Leine. Rund 80 Kilometer vor dem Ziel begannen die Sprinterteams mit Columbia-Highroad an der Spitze dann mit der Aufholjagd.
Auf die drei Schlussrunden in Tirest nahm Scarselli noch einen kleinen Vorsprung mit, aber rund 30 Kilometer vor dem Ziel war der 125 Kilometer lange Ausreißversuch dann doch beendet. Danach versuchten zunächst der Franzose Thomas Voeckler (Bbox Bouygues Telecom) und der Ukrainer Andrey Grivko (ISD) vergeblich ihr Glück. Im letzten von insgesamt drei Anstiegen zum Montebello setzte sich dann doch noch eine kleine Gruppe ab, die mit dem Belgier Philippe Gilbert (Sielnce-Lotto) sowie den beiden Italienern Enrico Gasparotto (Lampre) und Filippo Pozzato (Katjuscha) hochkarätig besetzt war. Für kurze zeit sah es so aus, als ob das Trio den Sprintern ein Schnippchen schlagen könnte, doch rund zwei Kilometer vor dem Ziel war das Feld wieder beisammen.
Eine ausführliche Übersicht über den Rennverlauf finden Sie in unserem Live-Ticker.