Vierter Sieg in sechs Tagen

Greipel auch bei Neuseen Classics nicht zu schlagen


André Greipel ((Columbia-Highroad) gewinnt die 6. neuseen classics.

01.06.2009  |  Zwenkau (dpa/rsn) - André Greipel (Columbia-Highroad) hat seinen Siegeszug auch in Sachsen fortgesetzt. Nach drei Erfolgen bei der Bayern-Rundfahrt gewann der 26-Jährige aus Hürth am Pfingstmontag in Zwenkau nahe Leipzig  die 6. Auflage der neuseen classics im Massensprint.

"Die Mannschaft hat den Sprint perfekt angezogen", sagte Greipel, der nach 192,5 Kilometern und 4:23,52 Stunden auf der Ziellinie einen souveränen Vorsprung von mehr als einer Radlänge auf den Zweiten Heinrich Haussler (Cervélo Test Team) und den Dritten Sebastian Siedler (Vorarlberg-Corratec) hatte. "Leider hat mein Team in der Verfolgung zu viele Körner gelassen", meinte Haussler, der nach dem Giro d`Italia vom ersten auf den dritten Rang der Weltrangliste zurückgefallen ist. Marcel Kittel (Thüringer Energie Team) und Olaf Pollack (Nationalteam) landeten auf den Plätzen vier und fünf. Vorjahressieger Steffen Radochla (Elk Haus) musste sich diesmal mit dem achten Platz zufrieden geben.

Auch für Gerald Ciolek (Milram) lief es nicht wie erwartet. Für den 22-jährigen Pulheimer, der bereits bei der Bayern-Rundfahrt in den Sprintankünften mit Ausnahme der letzten Etappe hinterher fuhr, reichte es nur zu Rang neun, zwei Plätze hinter seinem neiderländischen Teamkollegen Wim Stroetinga. In die Phalanx der Deutschen - Danilo Hondo (PSK Whirlpool) wurde Zehnter - konnte nur der sechsplatzierte Italiener Daniele Colli (Carmiooro - A Style) einbrechen. Allerdings war auch kein internationaler Klassesprinter am Start 

Bis zur zweiten von drei Zielpassagen auf den Schlussrunden in Zwenkau hatte eine fünfköpfige Ausreißergruppe mit Björn Thurau (Elk Haus) die hochkarätige Konkurrenz bei dem Eintagesrennen im Leipziger Süden angeführt. Bereits im ersten Drittel des Rennens hatte ein Trio den Anstieg am Rochlitzer Berg genutzt, um sich abzusetzen. Weitere Fahrer kamen hinzu. Auch Greipel gehörte zwischenzeitlich der Spitzengruppe an, ließ sich dann aber zurückfallen. "Die Spitzengruppe ist nicht gut gelaufen", meinte der Sieger. Ohne Greipel und mittlerweile als Quintett harmonierte die Gruppe jedoch, während im Hauptfeld Uneinigkeit herrschte. Zeitweise betrug der Vorsprung acht Minuten.

Im Feld versuchten Milram für Ciolek und Cervélo für Haussler, Tempo zu machen. Erst sechs Kilometer vor dem Ziel schaltete sich Columbia mit Marcus Burghardt und Bert Grabsch ein. "Da haben wir angefangen, das Loch zuzufahren", erklärte Greipel, der sich im Januar bei der Tour Down Under in Australien die Schulter gebrochen hatte, nun aber immer besser in Form kommt.

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