Spanischer Sportminister bezweifelt CONI-Entscheidung

Valverde kann weiter auf Lissavetzky bauen

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Alejandro Valverde (Caisse d’Epargne)

Foto: ROTH

17.06.2009  |  (rsn) – Der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky steht weiterhin hinter seinem in Italien zu einer zweijährigen Dopingsperre verurteilten Landsmann Alejandro Valverde. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Europa Press erklärte Lissavetzky in einem Interview mit dem spanischen nationalen Radiosender, es gäbe im Fall Valverde “eine Reihe von Fragen und Zweifel“.

Wie Valverde und dessen Anwälte auch stellte der Minister die Zuständigkeit der italienischen Behörden ebenso in Frage wie die Gerechtigkeit der Entscheidung. Lissavetzky fügte an, dass wohl erst eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS ein Barometer für Valverdes Unschuld sei.

Damit behält Lissavetzky offensichtlich allen vorliegenden Indizien und Beweisen zum Trotz weiter die Linie der spanischen Institutionen bei, die bis heute jegliche Verwicklung des 29-jährigen Caisse d’Epargne-Kapitäns in den Blutdopingskandal um den Madrider Arzt Eufemiano Fuentes bestreiten.

Auch wenn Valverdes Dopingsperre für Rennen in Italien zu einigen Unstimmigkeiten zwischen der spanischen Justiz und den italienischen Behörden geführt hat, zeigte sich Lissavetzky zuversichtlich, dass die „Operacion Puerto“ sich auf lange Sicht gesehen positiv für den Sport auswirken werde und eine „klare Botschaft“ im Kampf gegen Doping sei.

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