Cottbuserin neue deutsche Zeitfahrmeisterin

Trixi Worrack nutzt den Heimvorteil

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Trixi Worrack (Equipe Nürnberger Versicherung) ist neue deutsche Zeitfahrmeisterin.

Foto: ROTH

26.06.2009  |  (rsn) – Trixi Worrack (Equipe Nürnberger Versicherung) ist neue Deutsche Zeitfahrmeisterin. Die 27 Jahre alte Cottbuserin feierte bei den Titelkämpfen in der Lausitz einen Heimsieg vor Judith Arndt (Columbia-Highroad) und deren Teamkollegin Ina-Yoko Teutenberg. Platz vier belegte mit Charlotte Becker eine weitere Nürnberger-Fahrerin.

„Ich bin überwältigt von dem Sieg. Hier habe ich mit dem Radfahren begonnen und es ist ein Traum vor den eigenen Freunden und der Familie in der Heimat zu gewinnen“, freute sich Worrack, die nicht unbedingt als Zeitfahrspezialistin gilt. „Mit dem Titel habe ich nicht gerechnet. Schon zwei Mal haben mir am Ende einer Zeitfahrmeisterschaft wenige Sekunden gefehlt. Nun hat es endlich geklappt. Am Ende konnte ich meinen Heimvorteil nutzen, denn ich kannte die Strecke vom Training schon fast auswendig.“

Worracks Sportlicher Leiter Jochen Dornbusch zeigte sich von der Leistung seiner Fahrerin beeindruckt: „Wir wussten, dass Trixi Worrack gut drauf ist", so der ehemalige Bundestrainer der Frauen. "Aber mit dem Meistertitel habe ich nicht gerechnet. Das ist eine super Sache und wird uns für das Straßenrennen am Sonntag zusätzlich motivieren.“

Worrack lieferte sich ein packendes Duell mit Judith Arndt, die am Ende ihren ihren siebten nationalen Zeitfahrtitel nur knapp verfehlte. "Einerseits ist Platz zwei nach der langen Verletzungspause gut, aber wenn man um nur drei Sekunden verliert, ist man gleichzeitig auch enttäuscht. Ich glaube, der Heimvorteil hat vielleicht den Ausschlag zugunsten von Trixi gegeben", sagte die Leipzigerin.

Worrack benötigte bei Nieselregen für den 30 Kilometer langen Rollerkurs 39:08 Minuten und war drei Sekunden schneller unterwegs als Arndt. Teutenberg hatte als Dritte im Ziel 34 Sekunden Rückstand. Charlotte Becker, bei der Zwischenzeit nach 13,5 Kilometern noch Zweite, büßte in der zweiten Rennhälfte viel Zeit ein und war insgesamt 45 Sekunden langsamer als die neue deutsche Meisterin. Titelverteidigerin Hanka Kupfernagel (Itera-Stevens), als letzte Starterin ins Rennen gegangen und durch einen Sturz bei ihrem letzten Rennen in Kanada noch gehandicapt, landete hinter Madeleine Sandig (Equipe Nürnberger Versicherung) mit fast zwei Minuten Rückstand auf Worrack auf dem sechsten Platz.

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