Titelverteidiger feiert dritten Sieg in Folge

Grabsch gewinnt Zeitfahr-Duell gegen Martin


Bert Grabsch (Columbia-Highroad, M.) gewann bei den Deutschen Meisterschaften in Cottbus das Zeitfahren vor seinem Teamkollegen Tony Martin (li.) und Jens Voigt (Saxo Bank).

Foto: Michael Deines

26.06.2009  |  (rsn/dpa) – Bert Grabsch (Columbia-Highroad) hat bei den Deutschen Meisterschaften seinen Titel im Zeitfahren verteidigt. Der gebürtige Wittenberger setzte sich auf dem 40 Kilometer langen Rollerkurs von Cottbus in 48:25 mit elf Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen und Vorjahresdritten Tony Martin durch. Hinter dem favorisierten Columbia-Duo klaffte eine große Lücke. Bronzemedaillengewinner Jens Voigt (Saxo Bank) kam mit 1:16 Minuten Rückstand auf Grabsch ins Ziel. Für Columbia-Highroad war es bereits der 48. Saisonsieg.

Eine überzeugende Leistung bot Stefan Schäfer (LKT-Team Brandenburg/+1:22), der Platz vier belegte und damit bester Fahrer aus einem Continental-Team war. Der ehemalige Zeitfahrmeister Sebastian Lang (Silence-Lotto/+1:31), der nach seinem schweren Sturz bei der Dauphiné sein erstes Rennen bestritt, fuhr auf Platz fünf. Sechster wurde Markus Fothen (Milram/1:54) vor Schäfers Teamkollegen Roger Kluge (+1:57).

Zeitfahrweltmeister Grabsch, zuletzt bei der Tour-Generalprobe Dauphiné Libéré in seiner Spezialdisziplin siegreich, benötigte bei leichtem Regen für den Parcours 48:25 Minuten, was einem Stundenmittel von fast 50 Kilometern entsprach. „Die flache Strecke, die mit viel Kraft zu fahren war, lag mir“, kommentierte der alte und neue deutsche Meister seine Vorstellung.

"Ich bin über den dritten Rang sehr froh", sagte der drittplatzierte Voigt. "Gegen die  beiden Spezialisten ist ohnehin kein Kraut gewachsen. Für die Tour de France war das ein guter Test."

Grabsch weiß im Gegensatz zu Martin immer noch nicht, ob er im Columbia-Tour-Team steht. Am Montag sollen die neun Fahrer für die am 4. Juli in Monaco beginnende Frankreich-Rundfahrt nominiert werden. Der 24-jährige Martin, der in Frankreich das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers ins Visier nehmen soll, hatte zuletzt als Zweiter der Tour de Suisse und Gewinner des Bergtrikots für Furore gesorgt

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