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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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11.03.2001 -
Murcia/Berlin (dpa) - Jan Ullrich scheint seine Lektion kapiert zu haben und mit einer soliden Trainingsgrundlage in das Wettkampfjahr 2001 gestartet zu sein. Seinen Saison-Einstand bei der Murcia-Rundfahrt in Spanien konnte der 27-jährige Olympiasieger unter «bestanden» verbuchen.
Auf der schweren Bergetappe kam er Kopf an Kopf mit Lance Armstrong 12:25 Minuten hinter dem Tagessieger Francesco Cabello aus Spanien ins Ziel und beim abschließenden Zeitfahren leistete sich Ullrich einen 52-Sekunden-Rückstand gegenüber dem zweifachen Tour-Sieger aus Texas. Kein Beinbruch also.
Der einheimische Aitor Gonzalez hatte den 12,9 km langen Kampf gegen die Uhr gewonnen und sich damit den Gesamtsieg in Murcia gesichert. Marco Pantani (Italien), fünf Minuten vor Armstrong und Ullrich, trat zum Zeitfahren nicht mehr an. «Ich bin zufrieden wie es hier gelaufen ist. Ich fahre jetzt nach Hause trainieren und starte dann in der übernächsten Woche wie geplant bei der Portugal-Rundfahrt. Danach fahre ich die Katalanische Woche», zog Ullrich kurz Bilanz und gab einen Ausblick auf seine kommende Vorbereitung im Hinblick auf den Saison-Höhepunkt im Juli.
«Das Zeitfahren war heute nicht so wichtig für mich, ich war vorher noch zweieinhalb Stunden trainieren. Die Tage hier waren schön und ich bin froh, dass ich ohne Sturz über die Runden gekommen bin, auf der ersten Etappe wäre ich ja beinahe in den Sturz verwickelt gewesen», sagte Ullrich, der in Bezug auf die laufenden Vertragsverhandlungen bekräftigte: «Ich werde meine Karriere bei Telekom beenden und demnächst unterschreiben.»
Eine Ferndiagnose zur Ullrich-Verfassung stellte Team-Manager Walter Godefroot, gerade mit einer anderen Telekom-Abteilung bei Paris-Nizza engagiert: «Jans Basiskondition war durch die Trainingslager auf Mallorca und in Südafrika okay. Insgesamt ist er besser drauf als im Vorjahr. Das macht uns natürlich große Hoffnungen für die Tour. Der Abstand zu Armstrong beim Zeitfahren ist nicht so wichtig. Es war ja noch kein Rennen Ullrich gegen Armstrong».
In Sydney, wo der Toursieger von 1997 im Zeitfahren Silber holte und Armstrong Bronze, war die Reihenfolge noch umgekehrt. In Murcia landete der Amerikaner mit 28 Sekunden Rückstand auf Rang fünf, Ullrich wurde 37. (1:20 Minuten zurück). Im Gesamtklassement lagen beide fast gleichauf abgeschlagen auf Rang 64 (Armstrong) und 69.
Wie Ullrich, dessen Frühjahrsprogramm in der Vergangenheit oft von Krankheiten, Verletzungen und Gewichtsproblemen gekennzeichnet war, hatte Armstrong bei der fünftägigen Murcia-Rundfahrt sein Rennprogramm dieses Jahres begonnen. In Zeitungsinterviews hatte der Texaner, gegen den die französische Justiz wegen Doping-Verdachts ermittelt, Ullrich für die kommende Tour als härtesten Konkurrenten bezeichnet. Während der Murcia-Rundfahrt hatte Armstrongs US-Postal- Mannschaftsleitung zugestimmt, bisher vom Weltverband UCI zurückgehaltene Blutproben der vergangenen Tour de France nach der neuen - vom IOC noch nicht anerkannten - französischen Methode analysieren zu lassen.
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