Profi-Radsport

„Er ist eine Klasse für sich"

Ciolek chancenlos gegen Cavendishs Turbo

24.07.2009 - Aubenas (dpa/rsn) – 24 Stunden vor dem großen Tour-Showdown am Mont Ventoux verpasste Gerald Ciolek (Milram) den heiß ersehnten ersten Tour-Etappensieg seiner Karriere um zwei Radlängen. „Ich habe versucht, den Sprint früh zu eröffnen. Aber wenn Cavendish seinen Turbo zündet, ist es schwer, an ihm vorbei zu kommen“, sagte Ciolek, der seinem Milram-Team nach 178 Kilometern von Bourgoin-Jallieu nach Aubenas den zweiten Podestplatz bei dieser Tour bescherte.

Gegen den hyperschnellen Briten hatte der 22-jährige Pulheimer aber einmal mehr kein wirksames Gegenrezept: „Er ist eine Klasse für sich. Es ist bewundernswert, wie er sich zu einem kompletten Rennfahrer entwickelt“, zollte Ciolek seinem ehemaligen Teamkollegen allen Respekt. Diesmal fehlte mir am Ende nicht mehr viel. Ich muss drauf hoffen, dass er vielleicht mal einen Fehler macht. Nichts ist unmöglich."

Dabei lief für Milram lange Zeit alles nach Wunsch. Nachdem sich eine große Gruppe auf und davon gemacht hatte, gelang es der Dortmunder Equipe in Kooperation mit dem niederländischen Rabobank-Team, die letzten der Ausreißer rund 30 Kilometer vor dem Ziel zu stellen.

"Danach war es unser Ziel, das Tempo im letzten Berg so hoch wie möglich zu halten, um Mark Cavendish zu isolieren", erklärte Ciolek. "Unser Plan ist aufgegangen, im Finale hatte er nur noch Tony Martin vor sich. Aber heute hat ihm auch das zum Sieg gereicht. Ich muss unserer Mannschaft ein Riesenkompliment machen, da sich alle heute voll und ganz für mich aufgeopfert haben.“