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13.03.2001 -
St. Etienne (dpa) - Der Belgier Peter van Petegem gewann die zweite Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza von Clermont-Ferrand nach St. Etienne über 195,9 Km und konnte doppelt jubeln. Der Ansbacher Jörg Jaksche stieß im Gesamtklassement mit elf Sekunden Rückstand auf den neuen Spitzenreiter van Petegem auf den zweiten Rang im Gesamtklassement vor.
Der Zieleinlauf war hoch dramatisch und ließ den Telekom-Fahrer Alexander Winokurow aus Kasachstan als unglücklichen Helden zurück. Der Olympia-Zweite, der sich elf Kilometer vor dem Ziel aus einer Spitzengruppe allein abgesetzt hatte, wurde von van Petegem drei Meter vor dem Zielstrich abgefangen.
Sein zweiter Platz im Tagesklassement konnte Winokurow nicht trösten. Van Petegem holte sich von seinem Landsmann Nico Mattan auch das Weiße Trikot des Spitzenreiters. Der ehemalige Telekom-Fahrer Jaksche, jetzt in spanischen Diensten bei Once tätig, machte auf der zweiten Etappe Furore und empfahl sich als heißer Anwärter auf den Gesamtsieg. Der Dienstag war dagegen kein guter Telekom-Tag: Vor dem Winokurow-Pech war Vorjahressieger Andreas Klöden nach 40 Km ausgestiegen und gab auf.
Rund 60 km nach dem Start hatte sich eine 15-köpfige Spitzengruppe gebildet, in der neben Winokurow auch Tobias Steinhauser (Scheidegg) vom Team Gerolsteiner und der Schweizer Stefan Huser vom Team Coast fuhren. Die Zahl der Ausreißer schmolz auf anspruchsvollem Kurs 30 km vor dem Ziel auf sechs Fahrer zusammen, die den Sieg unter sich ausmachten. Winokurow machte den stärksten Eindruck, wirkte aber wie so oft in seiner Karriere wieder etwas zu stürmisch. Am letzten Anstieg attackierte Winokurow wild, konnte sich auch absetzen, wurde aber in buchstäblich letzter Sekunde nach zehn Kilometer langer Abfahrt noch gestellt.
Klöden war die 68. Austragung von Paris-Nizza doch zu viel. Der knapp von einer schweren Erkältung genesene Olympia-Dritte aus Cottbus stieg am Dienstag aus, weil ein Rückfall drohte. Klöden soll in diesem Jahr Jan Ullrich bei der Tour de France wertvolle Hilfsdienste leisten. Zusammen mit Klöden gab auch sein Telekom-Team- Kollege Ralf Grabsch (Wittenberg) auf. Er litt an einer Magenverstimmung.
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