Profi-Radsport

Olympiasieger Guido Fulst positiv getestet: Coffein

15.03.2001 -

Berlin (dpa) - Der zweifache Olympiasieger Guido Fulst aus Berlin wurde im Rahmen einer Doping-Kontrolle beim Stuttgarter Sechstagerennen vom 19. bis 24. Januar des Dopings überführt. Das bestätigte der Bund Deutscher Radfahrer (BDR), der gegen den Olympiasieger von 1992 und 2000 und Weltmeister von 2000 in der Mannschafts-Verfolgung ein Sportstrafverfahren einleiten wird.

Nach der positiven Analyse der A-Probe fiel auch die am 13. März im Kölner Anti-Doping-Labor untersuchte B-Probe des 30-Jährigen positiv aus und wies eine unzulässige Coffein-Konzentration auf. Der Grenzwert sei «deutlich überschritten» gewesen, zitierte die «Berliner Netzeitung» den BDR-Sportwart Burkhard Bremer. Der Weltverband UCI stuft Coffein als «weiche Droge» ein, die eine Sperre von etwa drei Monaten nach sich zieht.

Dass Fulst gerade bei einem Sechstagerennen positiv getestet worden ist, ist für Bremer unverständlich. «Dass er gerade dabei positiv getestet wurde, ist eigentlich unlogisch. Das ist doch nichts anderes als eine Zirkusveranstaltung. Nur um dort schneller zu fahren, nimmt man doch kein Coffein. Fulst ist in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Doping nie auffällig gewesen. Ich bin gespannt, wie er das erklärt», sagte Bremer.