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30.10.2009 - Padua (dpa/rsn) - Dem Giro d'Italia 2008 droht ein Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft in Padua hat bei sechs bis sieben Teilnehmern des vergangenen Jahres Hinweise auf Blutdoping mit CERA gefunden.
Dies berichtete die "Gazzetta dello Sport". Die nachträglich von Staatsanwalt Benedetto Roberti angeordneten Analysen von 82 Proben hätten im Antidopinglabor Acqua Acetosa bei einigen Profis auffällige Befunde ergeben. Die Staatsanwaltschaft Padua werde nun in Zusammenarbeit mit dem Weltradsportverband (UCI) die verdächtigen Proben mit den im Anti-Doping-Labor Lausanne befindlichen Daten der betroffenen Fahrer abgleichen. Dies solle in den nächsten Wochen erfolgen. Mit Ergebnissen sei dann innerhalb weniger Monate zu rechnen, hieß es bei der Staatsanwaltschaft in Padua.
Dort hatte man die eingelagerten Dopingproben des Giro 2008 noch einmal öffnen lassen, nachdem der Italiener Emanuele Sella, einer der erfolgreichsten fahrer des Giro 2008, Blutdoping mit dem Präparat CERA gestanden hatte. CERA-Doping wurde erstmals bei der Tour de France 2008 nachgewiesen. Bei der zwei Monate zuvor ausgetragenen Italien-Rundfahrt standen den Veranstaltern noch keine geeigneten Kontrollverfahren zur Verfügung.
Den Giro dItalia 2008 hatte der Spanier Alberto Contador (Astana) vor den Italienern Riccardo Riccò (Saunier Duval) und Marzio Bruseghin (Lampre) gewonnen. Riccò war bei der Tour 2008 positiv auf CERA getestet und gesperrt worden.