Profi-Radsport

Wadecki gewinnt Königsetappe der Fernfahrt Paris-Nizza

16.03.2001 - St. Raphael (dpa) - Pjotr Wadecki ist der Sieger der Königsetappe bei der Fernfahrt Paris-Nizza. Der Pole, der im Vorjahr die Friedensfahrt für sich entschied und jetzt für das neuen belgische Domo-Team fährt, gewann die 5. Etappe von Berre L`Etang nach St. Raphael über 240,3 km und drei Berge der ersten Kategorie im Spurt einer zweiköpfigen Ausreißergruppe.

Zweiter wurde der Italiener Matteo Tossato. Im Gesamtklassement ergaben sich an der Spitze abgesehen vom Aufrücken Wadeckis keine Veränderungen. Der Belgier Peter van Petegem behauptete die Spitze vor Jörg Jaksche aus Ansbach (11 Sekunden zurück). Die Entscheidung der Traditionsfahrt wird im nächsten Rennen erwartet.

Ein Ausreißer-Trio bestimmte das Rennen. Auch auf der langen Abfahrt Richtung Cote d`Azur hielt der Vorsprung der «Flüchtlinge», die sich nach 70 km auf und davon gemacht hatten. Ihr Maximalvorsprung hatte fast zehn Minuten betragen. Ins Ziel retteten sie nach 170 km Alleinfahrt 1:12 Minuten Minuten. Der Dritte im Bunde neben Wadecki und Tossato, der Franzose Francois Simon, schwächelte am Ende und verlor im Finale noch 35 Sekunden auf die beiden Schnellsten.

Wolfram Lindner, Teamleiter der neuen deutschen GS-I-Mannschaft Coast, die zuvor durch Alex Zülle (Schweiz) ihren ersten Saisonsieg feiern konnte, sagte Erik Zabel für Mailand-San Remo durch die Blume den Kampf an. «Der Etappensieg hat Alex gut getan. Man muss mit ihm Geduld haben. Ich will in diesem Jahr auch mal etwas Neues mit ihm versuchen. Er kann auch Klassiker gewinnen und ist nicht ausschließlich ein Rundfahrer. Vielleicht kann er schon bei Mailand- San Remo ein gutes Ergebnis erzielen», sagte Lindner knapp zehn Tage vor dem Weltcup-Auftakt, bei dem Zabel als dreifacher Sieger und großer Favorit an den Start geht.

Beim Bergzeitfahren über zehn Kilometer auf den Col d`Eze bei Nizza dürfte die Vorentscheidung fällig sein. Dabei ist Jaksche, im Vorjahr noch für das Telekom-Team unterwegs, deutlich stärker einzuschätzen als van Petegem, der eigentlich ein Klassiker- Fahrer ist.

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