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Rabobank-Profi Grischa Niermann erklärt, wie er sein Rad gegen den Winter wappnet. [weiter]
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25.01.2010 - (sid/dpa/rsn) - Stefan Schumacher hat bei seinem Justiz-Marathon die wohl entscheidende Niederlage eingesteckt und steht nun vor den Trümmern seiner Karriere. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Einspruch des WM-Dritten von 2007 gegen die zweijährige Dopingsperre abgelehnt, das Ende der Sperre aber auf den 27. August 2010 zurückgesetzt. Damit machte der CAS von seiner Möglichkeit Gebrauch, eine Sperre bis zum Zeitpunkt der Probenentnahme zurückzuverlegen.
"Ich bin unglaublich wütend. Man versucht, sich auf das Schlimmste gefasst zu machen, kann es aber doch nicht glauben. Ich bin ein Kämpfer, aber das muss ich erstmal sacken lassen", sagte Schumacher dem Sportinformationsdienst SID.
Der 28-Jährige überlegt nun, ähnlich wie Claudia Pechstein, das Urteil vor dem Schweizer Bundesgericht anzufechten. "Wir werden das Urteil analysieren und die Möglichkeit eines Einspruchs vor dem Schweizer Bundesgericht prüfen", sagte Anwalt Michael Lehner, der trotz "einer Reihe von Totschlagargumenten" die Sperre nicht abwenden konnte.
Ähnlich wie bei Pechstein hatte der CAS das von der Schumacher-Seite vorgetragene Argument von angeblichen Verfahrensfehlern nicht gelten lassen. Der 28-Jährige war in Nachkontrollen zur Tour de France 2008 positiv auf den EPO-Nachfolger CERA getestet worden. Daraufhin hatte die französische Anti-Doping-Agentur AFLD Schumacher bis zum 21. Januar 2011 gesperrt, der Radsport-Weltverband UCI dehnte die Sperre weltweit aus. Dagegen legte Schumacher Einspruch ein und verwies vor allem auf Verfahrensfehler - vergeblich.
Umso überraschender war allerdings die Tatsache, dass der CAS den Beginn der Sperre auf den 28. August 2008 zurücksetzte, obwohl der Schwabe Ende September des gleichen Jahres noch bei der WM gefahren war. "Ich habe den Eindruck, dass der CAS durch die Rückversetzung der Sperre Stefan Schumacher die Lust nehmen will, vor das Bundesgericht zu ziehen. Der CAS hat wieder einmal die Chance versäumt, sich als unabhängiges Sport- und Schiedsgericht zu profilieren", sagte Lehner.
Theoretisch könnte Schumacher nun bei der Straßen-WM in Australien (29. Sep. - 3. Okt.) starten, Hoffnungen darauf braucht er sich aber keine zu machen. Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) bezeichnete dies bei Spiegel online als "absurden Gedanken".
Der BDR hatte am 29. April 2009 zudem bestätigt, dass Schumacher auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking positiv auf CERA getestet wurde. Schumacher hatte Doping stets bestritten und den CAS angerufen. Nach seiner Anhörung am 4. November 2009 hatte das Sportgericht die Urteilsverkündung mehrmals verschoben.