Profi-Radsport

Italiener Frigo gewinnt Paris-Nizza

18.03.2001 -

Nizza (dpa) - Zum ersten Mal seit 1946 konnte sich mit Dario Frigo ein Italiener in die Siegerliste der Fernfahrt Paris-Nizza eintragen. Der 27-Jährige trat die Nachfolge von Andreas Klöden (Berlin) an, der grippegeschwächt auf der 2. Etappe der ersten großen Etappenfahrt der neuen Saison aufgegeben hatte.

Den siebten und letzten Tagesabschnitt über 157 Km, den sich sein Landsmann Fabrizio Guidi in Nizza im Spurt vor Danilo Hondo aus Cottbus sicherte, wurde zum Abschluss für Frigo zur Formsache. Hondo gelang zwar wie der gesamten Telekom-Mannschaft kein Tagessieg, er holte aber wenigstens das Trikot des Punktbesten.

Das Klassement war bereits am Vortag beim 10,2 Km langen Bergzeitfahren auf den Col d`Eze gemacht worden. Dort gewann Frigo mit 27 Sekunden Vorsprung vor Raimondas Rumsas aus Litauen und blieb als einziger Fahrer unter 20 Minuten. Er unterbot dabei Klödens Berg- Rekordfahrt aus dem Vorjahr um 13 Sekunden. Bester deutscher Profi wurde der Ansbacher Jörg Jaksche im Gesamt-Klassement auf Rang acht, Tobias Steinhauser aus Scheidegg vom Zweitliga-Team Gerolsteiner wurde Neunter.

Vor dem Zeitfahren bei der 68. Austragung des Traditions-Rennens war der ehemalige Telekomfahrer Jaksche, jetzt bei Once in spanischen Diensten, noch Zweiter gewesen. Der lange Franke war aber offensichtlich der Nervenanspannung nicht gewachsen und fuhr hinter Frigo mit 1:27 Minuten Rückstand nur auf Rang 16. Der Italiener, Sechster der vergangenen WM im Zeitfahren, hatte mit seiner beherzten Fahrt den bis Samstag überraschend führenden Belgier Peter van Petegem von der Spitze verdrängt.

Bester Telekomfahrer war der vor Tagen knapp an einem Etappensieg gescheiterte Silbermedaillen-Gewinner Alexander Winokurow (Kasachstan) als Siebter im Gesamtklassement.

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