Profi-Radsport

Staatsanwaltschaft stellt Doping-Ermittlungen ein

23.03.2001 - Aachen/Berlin (dpa) - Nach fast eineinhalb Jahren Ermittlungen wegen des Verdachts des Doping-Handels im Radsport hat die Staatsanwaltschaft Aachen das Verfahren gegen Albert Cochet eingestellt. Wie die «Netzeitung» berichtet, galt der Beschuldigte als «rechte Hand» des belgischen Sportarztes Georges Mouton.

Ihm war ein Verstoß gegen das deutsche Arzneimittelgesetz vorgeworfen worden. «Ein hinreichender Tatverdacht gegen ihn hat sich aber nicht ergeben. Deshalb haben wir das Verfahren nach äußerst umfangreichen Ermittlungen eingestellt», berichtete der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller auf Anfrage.

Im Rahmen des Ende 1999 eingeleiteten Verfahrens wurden bundesweit «zwischen 15 bis 20 Zeugen aus dem Bereich des Radsports vernommen», erklärte Deller. Er berichtete, dass der damalige Informant der Staatsanwaltschaft seine Behörde darüber informiert habe, dass diese Fahrer auf ein von Cochet geführtes Konto Geld für Doping-Präparate eingezahlt hätten. Geld sei auch geflossen, allerdings nicht für Dopingmittel, wie die vernommenen Fahrer behaupten.

«Jeder einzelne dieser Radfahrer wurde befragt, für welche Präparate er Geld bezahlt hat», sagte Deller. Keiner der Zeugen hat sich dabei allerdings selbst belastet. «Die Zeugen haben ausgesagt, sie hätten nur für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel bezahlt.»

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